Die Bürgermeisterin von Seattle, Katie Wilson, äußerte Bedenken hinsichtlich einer möglichen Welle neuer Rechenzentren in der Stadt und sprach die Möglichkeit eines Moratoriums an, wobei sie wirtschaftliche und ökologische Probleme anführte.
Es folgte Wilsons öffentliche Erklärung am Samstag ein Bericht der Seattle Times Am 10. April haben sich vier Unternehmen an Seattle City Light gewandt, um fünf große Rechenzentren mit einem Gesamtspitzenbedarf von 369 Megawatt zu bauen, was etwa einem Drittel des durchschnittlichen täglichen Stromverbrauchs von Seattle entspricht.
„Ich teile die Bedenken der Gemeinschaft hinsichtlich Umweltgerechtigkeit, wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit und den Auswirkungen erhöhter Kosten für die Steuerzahler in Seattle“, sagte Wilson schrieb auf Facebook. „Deshalb arbeitet mein Team eng mit Seattle City Light, dem Stadtrat und Interessenvertretern zusammen, um eine Reihe langfristiger politischer Ansätze zu identifizieren, einschließlich der Prüfung eines Moratoriums für die Ansiedlung neuer Zentren.“
Seattle verfügt bereits über etwa 30 Rechenzentren, diese sind jedoch relativ klein. Die vorgeschlagenen Anlagen wären die ersten dieser Größenordnung in der Stadt und könnten laut dem Bericht der Seattle Times fast zehnmal mehr Strom verbrauchen als die bestehenden Anlagen bei voller Auslastung.
Die größten Technologieunternehmen der Welt, darunter die Technologiegiganten Microsoft und Amazon in ihren Heimatstädten, haben Hunderte Milliarden Dollar für den Bau von Rechenzentren ausgegeben, um die künstliche Intelligenz zu erweitern.
Solche Anlagen gab es schon immer in ländlichen Gegenden, doch in vielen Märkten ist die Verfügbarkeit von Strom knapp geworden, was Entwickler dazu veranlasst, nach Städten mit eigenen Versorgungsressourcen zu suchen.
Es ist nicht klar, für wen die geplanten Rechenzentren gebaut werden sollen. Seattle City Light hat die beteiligten Unternehmen oder vorgeschlagenen Standorte aufgrund von Geheimhaltungsvereinbarungen nicht bekannt gegeben.
Seattle City Light schreibt seine Vertragsbedingungen für Großlastkunden neu und plant, Rechenzentrumsbetreiber dazu zu verpflichten, ihre eigene Stromerzeugung sicherzustellen und für Infrastruktur-Upgrades zu zahlen, anstatt die Kosten an die Tarifzahler weiterzugeben. Es wird erwartet, dass die Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Monaten entscheiden, ob sie sich formell für den Service bewerben.



