Start Nachrichten One Shot: Der Moment, in dem „Anemone“ seine dunkelsten Impulse abschüttelt

One Shot: Der Moment, in dem „Anemone“ seine dunkelsten Impulse abschüttelt

52
0
One Shot: Der Moment, in dem „Anemone“ seine dunkelsten Impulse abschüttelt

„Es ist ein seltener Einblick in ihre Verletzlichkeit“, sagt Kameramann Ben Fordesman über eine Szene in Ronan Day-Lewis‘ „Anemone,“ wo die entfremdeten Brüder Ray (Daniel Day-Lewis) und Jem (Sean Bean) betrunken tanzen, kurz nachdem Ray die Narben seiner Kindheit enthüllt hat. Hier verändert sich die unerschütterliche Energie des Films – beeinflusst von Ingmar Bergmans „Herbstsonate“; Die Kamera schüttelt sich, befreit sich von ihrer Zurückhaltung, bevor sie sich zurückzieht, um sie klein vor der leeren Wildnis sichtbar zu machen. „Ronan wollte insbesondere die psychologische Landschaft von Ray auf metaphysische Weise erkunden. Auf diese Weise konnten wir die Charaktere neu kontextualisieren und sie der großen Gleichgültigkeit der Natur gegenüberstellen. Um eine Art Loslösung von der Realität anzudeuten“, sagt Fordesman über „Anemone“, das Traumata und ihre generationsübergreifenden Auswirkungen untersucht. Der dramatische Effekt der Szene war ursprünglich nicht im Drehbuch vorgesehen und wäre beinahe auch nicht zustande gekommen, da das Kabinenset neu gestaltet werden musste, damit eine Seite entfernt werden konnte. Die kreative Technik des Produktionsdesigners Chris Oddy und nahtlose visuelle Effekte trugen dazu bei, das Ganze zum Leben zu erwecken. „Es hat wirklich am meisten Spaß gemacht, zu drehen, wenn man die Motivation hat, sich frei zu bewegen. Alles im Rest des Films ist durchdacht und komponiert“, sagt der Kameramann. „Das liegt vielleicht daran, dass Traumata oft als Erinnerung erlebt werden und das Tanzen eine Möglichkeit ist, das abzuschütteln.“

Quelle

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein