Start Lebensstil Moschino: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

Moschino: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

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Moschino: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

Die Kindheit von Designern findet oft Eingang in ihre Arbeit, aber Moschino‚S Adrian Appiolaza verdoppelte sein Erbe und basierte seine gesamte Sammlung auf dem Aufwachsen in Argentinien. Er sichtete Erinnerungen – persönliche und kollektive – und brachte einen Hauch seines Heimatlandes auf den Mailänder Laufsteg.

Das sehr persönliche Thema wurde dem Moschino-Filter unterzogen und ergab typisch witzige Ergebnisse. Der Designer berührte viele Aspekte seiner Wurzeln, von Gauchos und Eva Perón (ihr verpixeltes Bild erschien auf einem übergroßen T-Shirt) bis hin zu Tangotänzern, einem Busfahrer mit einem alten Fahrkartenautomaten und Lamas (warum nicht als gestrickte Taschenanhänger?). Berühmte argentinische Wahrzeichen waren mit übergroßen quadratischen Pailletten auf einem Säulenkleid verpixelt, eine Ledertasche hatte die Form einer Tüte mit in Schokolade getunkten Churros, und selbst die grassierende Inflation bekam mit auf Schuhen geballten Geldscheinen und Aufdrucken auf Hemden Einzug. Tatsächlich sagte der Designer, dass das Stück, das die Show abschloss, ein Kommentar dazu sei, dass es in der Mode nur um Geld gehe. Auf einem T-Shirt stand: „Das Problem mit verschlossenen Köpfen ist, dass sie immer den Mund offen haben“, ein Kommentar zur Zensur unserer Zeit und der damit verbundenen moralischen Empörung. Der Designer beschränkte seine Fantasie nicht auf eine Silhouette oder einen einheitlichen Look. Stattdessen hatte jeder Look seinen Charakter und seine Geschichte.

Es gab jede Menge Theaterstücke, von Hüten mit Hasenohren bis hin zu neonfarbenen Ponchos und Rüschenröcken aus Latex. Aber wie immer bei Appiolaza gab es neben dem Drama jede Menge begehrenswerte Kleidung, von einem eleganten zweireihigen Mantel in Tulpenform bis hin zu weiten Haremshosen und Seidenkleidern mit Pony-Print – eine Hommage an die bürgerlichen Damen der argentinischen Hauptstadt. Trautes Heim, Glück allein.

Fotografie von Christina Fragkou.

moschino.com

Quelle

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