Die britische Hauptstadt ist voller talentierter Modedesigner. Von der konstruierten Sinnlichkeit von Wissen Zu Steve O. SmithDie von Hand gezeichneten Gesichtsausdrücke sind die zukünftigen Erbstücke von Talia Byre Und Tolu CokerMit ihrer aus Erinnerungen gefertigten Kleidung gestalten Londoner Designer das Gesicht der Mode neu.
WISSEN
Wissen arbeitet mit Präzision und Absicht. Gegründet von Lebens- und Arbeitspartnern Charlotte Knowles Und Alexandre ArsenaultDas in London ansässige Label hat eine eigene Sprache rund um Stärke, Kontrolle und Sinnlichkeit entwickelt, die eher konstruiert als dekorativ wirkt. Die Marke liegt an der Schnittstelle von Unterwäsche, Sportbekleidung und historischer Kleidung und verwandelt Vorstellungen von Weiblichkeit in etwas Modernes und Kraftvolles.
„Es ist wie eine Mischung unserer beiden Ästhetiken“, sagt Knowles. Dieses Gleichgewicht ist für die Marke von zentraler Bedeutung. Die Kleidung ist von zwei unterschiedlichen, sich jedoch ergänzenden Bezugspunkten geprägt: Knowles‘ Erziehung im Umfeld starker englischer Frauen – laut Arsenault „ihrer Oma und ihrer Mutter“ – und Arsenaults prägende Jahre in der Metal-Szene Montreals, umgeben von Frauen „mitten im Moshpit“. Was diese Einflüsse verbindet, ist der gemeinsame Respekt vor Selbstvertrauen und Autonomie. „Das Endziel der Marke besteht darin, Stücke zu schaffen, die einem ein wirklich starkes und selbstbewusstes Gefühl geben“, sagt Knowles.
Ihre gemeinsame Bildsprache orientiert sich stark an Korsetts, Dessous und den historischen Grundlagen der Damenbekleidung, jedoch stets mit einer zeitgemäßen Neuausrichtung. Viktorianische Unterwäsche wird zu Stretch; Struktur wird zu Mobilität. Arsenault beschreibt es als „die alten Ideologien der restriktiven Miederwaren zu nutzen, und jetzt macht man alles aus Stretchmaterial und trägt es als Oberbekleidungsstück“. Das Ergebnis ist Kleidung, die die Vergangenheit anerkennt und gleichzeitig eine zukunftsorientierte Haltung vertritt, die auf Sichtbarkeit, Kontrolle und Wahlmöglichkeiten basiert.
Die Popkultur ist ein grundlegender Einfluss, wobei beide Designer MTV als frühen Zugang zu Musik, Mode und Identität bezeichnen. „Das war unsere Verbindung zur Kultur“, sagt Arsenault. Die Mode folgte bald darauf, beispielsweise durch Designer Alexander McQueen Und Jean Paul Gaultierderen Arbeit traditionelle Vorstellungen von Weiblichkeit in Frage stellte. Heutzutage kommt die Inspiration ebenso sehr von ihrer Community und Online-Kultur in den Menschen, die sie in der Knwls-Welt sehen, kleiden und sich vorstellen.
Das Paar lernte sich im Central Saint Martins kennen und begann bereits während des Studiums organisch zusammenzuarbeiten. „Es war nicht wirklich eine bewusste Entscheidung, es ist einfach passiert“, sagt Knowles. Ihre Arbeitsbeziehung ist geprägt von Kontrast und Vertrauen. Arsenal ist methodisch und strategisch; Knowles ist instinktiv und praktisch. „Ich bin definitiv ein Macher“, sagt sie. Gemeinsam bringen sie Konzept und Umsetzung, Vision und Umsetzung in Einklang.
Diese Klarheit kam in ihrer SS26-Kollektion, die sie zusammen mit einem in Mailand präsentierten, voll zur Geltung Nike Zusammenarbeit (die Marke hat sich auch mit Jean Paul Gaultier zusammengetan, Miss Sixty Und G-Star). Das Ziel war Integration, nicht Spektakel. „Wir wollten nicht, dass es sich wie eine Produktplatzierung anfühlt“, sagt Knowles. Stattdessen schufen sie eine einheitliche Vision von „Lux Athleisure“, gefiltert durch Knwls-Codes. Die Schuhe von Nike erinnerten an Pumps aus dem 16. Jahrhundert mit Korsettschnürung, während die Kleidungsstücke geklebte Nähte, Neoprentechniken und skulpturalen Denim kombinierten, der von Gürteln und Neoprenanzügen inspiriert war. Vergangenheit und Zukunft wurden bewusst weit auseinandergedrängt – und dort festgehalten.
Knwls ist jetzt in einem Studio in South Bermondsey mit einem 10-köpfigen Team tätig und entwickelt sich weiterhin mit Fokus und Ehrgeiz weiter. Die Zusammenarbeit bleibt von zentraler Bedeutung, nicht nur mit globalen Marken, sondern in deren breiterem kreativen Kreis. Wie Arsenault es ausdrückt: „Wir versuchen größtenteils zu verstehen, was die Knwls-Welt ist.“ Acht Jahre später fühlt sich diese Welt zunehmend klarer an: selbstbewusst, kooperativ und unverkennbar selbstbeherrscht.
Entnommen aus 10 Magazine, Ausgabe 76 – KREATIVITÄT, VERÄNDERUNG, FREIHEIT – JETZT erhältlich. Bestellen Sie Ihr Exemplar Hier.
HERGESTELLT IN LONDON
Fotograf THOMAS HAUSER
Moderedakteur TARA ST HILL
Text EMILY PHILLIPS
Modell VIVIAN HASSE bei Girls Club Management
Haar ATTILA-BROT
Bilden PEGGY HUHN bei Uschi Rabe mit GUCCI Beauty
Assistent des Fotografen JOHANNA KIRSCH
Modeassistent TOMMY DOWLING
Casting WEISSER GUSS
Produktion SONYA MASURYK
Produktionsassistent MARISSA LEITMAN



