Gregg Foreman, der Gründer der einflussreichen Blues-Punk-Band Delta 72 und langjähriger Mitarbeiter von Cat Power und anderen Acts, ist gestorben. Er war 53.
Die Nachricht von Foremans Tod am Dienstag wurde von Matador Records, dem Label von Cat Power, bestätigt. Eine Todesursache wurde nicht angegeben.
Der in Philadelphia geborene Foreman gründete Mitte der 90er Jahre die Delta 72 in Washington, D.C. und verlieh dem damaligen Post-Hardcore-Sound der Stadt einen gefühlvollen Blues-Touch. Foreman war ein ausgesprochen charismatischer Frontmann, der die extravagante Bühnenpräsenz seiner geliebten R&B-Acts der 60er und 70er Jahre mit der lebendigen Spannung des Punk verband. Die Band veröffentlichte drei Alben, bevor sie sich 2001 auflöste.
Zwei Jahrzehnte lang spielte er im Begleitensemble von Cat Power, der Band Dirty Delta Blues, und wurde musikalischer Leiter des Projekts. Er arbeitete auch mit Pink Mountaintops, Alan Vega und Martin Rev von Suicide, The Gossip, Lydia Lunch und Death Valley Girls sowie mit den Singer-Songwritern Lucinda Williams und Linda Perry zusammen.
Außerhalb seiner Live-Bandkarriere war Foreman ein produktiver DJ und ein äußerst sachkundiger Musikjournalist. Zuletzt spielte er auf „Redux“ von Cat Power, der im Januar erschienenen EP mit drei Songs, die das 20-jährige Jubiläum der beliebten LP „The Greatest“ der Band feiert.
Musik- und Kulturschaffende wie der Regisseur Jim Jarmusch, Kid Congo Powers und Wesley Eisold von Cold Cave trauerten in den sozialen Medien um Foremans Tod. Eisold schrieb auf Instagram: „Wie andere sprang er in unser Leben ein und aus und veränderte jedes einzelne, das er besuchte. Im Guten wie im Schlechten lebte er ein Leben, von dem andere nur behaupten, es gelebt zu haben, und er war einer von ihnen. Seine Liebe zur Musik war so echt wie der Schmerz, den er hegte.“



