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Von Sydney nach South Lake Union: Das VR-Startup Vantari bringt seinen „Flugsimulator für das Gesundheitswesen“ nach Seattle

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Von Sydney nach South Lake Union: Das VR-Startup Vantari bringt seinen „Flugsimulator für das Gesundheitswesen“ nach Seattle

Vantari Co-CEO Vijay Paul, COO Jagrup Kahlon und Co-CEO Nishant Krishnanathan. (Vantari-Fotos)

Prahlereiein Virtual-Reality-Startup, das „Flugsimulator“-Software für Ärzte und Krankenschwestern entwickelt, hat seinen Hauptsitz offiziell nach Seattle verlegt, um die Zusammenarbeit mit Gesundheitssystemen und Geräteherstellern in ganz Nordamerika zu intensivieren.

CEO und Mitbegründer Nishanth Krishnananthan ist vor zwei Jahren von Australien nach Seattle umgezogen und hat kürzlich offiziell den Firmensitz in der Emerald City eröffnet.

Die Inspiration für Vantari kam aus seiner eigenen Erfahrung als chirurgischer Arzt in Australien und der Erfahrung, wie schlecht die prozedurale Ausbildung Kliniker auf echte Notfälle vorbereitete. Er fragte sich, warum das Gesundheitswesen nicht die gleichen Trainingstaktiken anwendete wie die Luftfahrtindustrie.

Vantari wurde 2017 gegründet und arbeitet heute mit mehr als 50 Organisationen in Nordamerika, Australien und Großbritannien zusammen. Zu den Kunden zählen große akademische medizinische Zentren wie Harvard, Yale und Mount Sinai, und das Unternehmen hat mit der Seattle University und der Anästhesiologieabteilung der University of Washington neue „Exzellenzzentren“ gegründet.

Krankenhäuser und Universitäten verwenden handelsübliche Meta/Oculus-Headsets, die an Laptops angeschlossen sind. Ärzte melden sich an, wählen ihr Fachgebiet und Verfahren aus und führen dann die Schritte in einer vollständig virtuellen Umgebung aus, die den Richtlinien von Hochschulen und Best-Practice-Richtlinien entspricht. Ein KI-Moderator im Headset führt Benutzer Schritt für Schritt, beantwortet Fragen und bewertet die Leistung, während Vorgesetzte später die protokollierten Sitzungsdaten überprüfen können.

VR-Controller imitieren das Gefühl, Katheter einzuführen, Gewebe zu punktieren und Geräte anzupassen. Vitalfunktionen ändern sich dynamisch als Reaktion auf jede Aktion.

Das Unternehmen verfügt über eine Bibliothek mit Verfahren, die von der Anästhesie über die Intensivpflege bis hin zur Kardiologie reichen. Darüber hinaus wurde ein Ultraschallsystem innerhalb der VR patentiert, das es den Auszubildenden ermöglicht, im Rahmen des Eingriffs Bildgebung und Führung durchzuführen. Viele Szenarien werden gemeinsam mit Geräteherstellern wie Boston Scientific, JNJ und Sonosite entwickelt.

Die VR-Software von Vantari umfasst ein Ultraschallsystem, mit dem Benutzer während eines Scheinverfahrens Bildgebung und Führung durchführen können.

Vantaris Geschäft basiert auf einem B2B-SaaS-Modell und bietet jährliche Lizenzen und Hardwarepakete. Vantari schließt außerdem Verträge mit Medizingeräte- und Pharmaunternehmen ab, die gemeinsam Module auf der Plattform entwickeln und virtuelle Versionen ihrer Geräte entwerfen. Eine dritte Einnahmequelle kommt von der Industrie und von Akkreditierungsstellen, die gemeinsam Inhalte entwickeln.

Bis heute hat Vantari rund 7 Millionen US-Dollar eingesammelt, größtenteils von australischen VCs, Family Offices und vermögenden Ärzten. Letztes Jahr wurden 2 Millionen US-Dollar von den Geldgebern SpringRock VC und Alliance of Angels aus der Region Seattle gesammelt.

Krishnananthan sagte, der Umzug nach Seattle mache es einfacher, US-Kunden zu bedienen und zusätzliches Kapital von amerikanischen Investoren anzuziehen. Er verwies auch auf die Stärke lokaler Technologiegiganten und medizinischer Einrichtungen – darunter Amazon, Microsoft, die Seattle University und die University of Washington – sowie nahegelegene Medizingerätefirmen.

Das Team besteht aus etwa 18 Personen, die etwa zur Hälfte auf Australien und die USA aufgeteilt sind, wobei die meisten Mitarbeiter remote arbeiten.

Mit Blick auf die Zukunft möchte Vantari über statische Inhalte hinausgehen und entwickelt einen KI-Szenario-Builder, der es Krankenhäusern ermöglichen würde, ihre eigenen Protokolle und Verfahren auf der Plattform zu erstellen. Krishnananthans langfristige Vision besteht darin, die gesammelten Interaktionsdaten zu nutzen, um etwas zu erstellen, das er „Google Maps der Chirurgie“ nennt und das Live-Mixed-Reality-Anleitungen während realer Eingriffe bietet, sodass Ärzte Schritt-für-Schritt-Unterstützung am Krankenbett erhalten, anstatt nur mit einem Headset zu trainieren.

„Das ist wie der große Nordstern, den ich erreichen möchte“, sagte er. „Mit den technologischen Fortschritten ist es jetzt viel zugänglicher.“

Quelle

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