Das digitale Zeitalter hat sich zu einer wahren Informationskrise entwickelt. Wenn wir von Fehlinformationen und Fakten ohne jeglichen Kontext oder jede Perspektive überwältigt werden, kommen Angst, Wut und Nativismus an die Oberfläche. Für eine eingehende Analyse und eine tiefere Perspektive einer von Konflikten und wütendem Populismus geprägten Welt freut sich Eve Irvine, Naomi Alderman, preisgekrönte Autorin, Radioproduzentin, Professorin für kreatives Schreiben an der Bath Spa University und Fellow der Royal Society of Literature, begrüßen zu dürfen. Ihr neues Buch „Don’t Burn Everyone at the Stake Today (and Other Lessons from History About Living Through an Information Crisis)“ bietet den dringend benötigten historischen Kontext in einer Zeit, in der Geschichte, Technologie und menschliche Natur kollidieren: „Dies ist nicht das erste Mal, dass wir mit einer Informationskrise konfrontiert sind“, erklärt Frau Alderman. Vor Jahrhunderten hat die Erfindung der Druckerpresse das Gefüge der Gesellschaft zerstört. Plötzlich verbreiteten sich Ideen und Wissen wie ein Lauffeuer. Es war ebenso befreiend wie verheerend. Die Druckerpresse ebnete den Weg für die Aufklärung … nach einem Jahrhundert ungeheurer Brutalität während der Reformation. Ob im 16. oder 21. Jahrhundert, wir können sehr reale Parallelen erkennen: „Wenn Technologien zur Informationsverbreitung innerhalb einer Generation ganz plötzlich zunehmen, kommt es oft zu tiefgreifenden sozialen Unruhen.“ Von der Druckmaschine bis zum digitalen Zeitalter beginnen wir zu verstehen, inwieweit die menschliche Natur auf erschreckende Weise unverändert bleibt.
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