Die Zahl der Todesopfer bei Überschwemmungen in Kenia ist nach Angaben der Regierung auf 88 gestiegen, da zwei Flüsse über die Ufer traten und weitere Vertreibungen zur Folge hatten.
Mehr als 34.000 Menschen wurden vertrieben und mindestens 21 Länder waren von den Überschwemmungen betroffen, die Anfang März begannen.
Am Montag trat der Nyando-Fluss im Westen Kenias über die Ufer, wodurch Teile der Ahero-Brücke entlang der Straße Kericho-Awasi-Kisumu überflutet wurden und der Verkehr in der Region unterbrochen wurde.
Die Regierung hat Autofahrer aufgefordert, die überschwemmte Strecke zu meiden und nach alternativen Straßen zu suchen.
„Dieser Hinweis ist besonders wichtig während der Dunkelheit, wenn es schwierig sein kann, die Tiefe und Stärke des fließenden Wassers genau zu bestimmen“, heißt es in einer Erklärung.
Die vom Kenianischen Roten Kreuz geleiteten Rettungsbemühungen wurden in den am stärksten betroffenen Gebieten intensiviert.
In der Gegend von Nyando haben Rettungsteams mehr als 200 Menschen und über 200 Nutztiere evakuiert, während mindestens zwei Familien aus unmittelbarer Gefahr gerettet wurden.
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Die Behörden arbeiten außerdem daran, mehr als 900 Schülerinnen der Ahero Girls National School zu evakuieren, da die Überschwemmungen weiter ansteigen.
Mindestens 265 Haushalte seien in der Gegend betroffen, teilte das kenianische Ministerium für Inneres und nationale Verwaltung am Dienstag mit.
Vertriebene Bewohner werden in öffentlichen Einrichtungen untergebracht, darunter Regierungsbüros, Kirchen und Gesundheitszentren.
Sechs unbegleitete Kinder gehörten zu den Geretteten und werden derzeit betreut.
Auch aus anderen Regionen wurden Überschwemmungen gemeldet.
Im Landkreis Tana River trat der Fluss Tana über die Ufer, überschwemmte Bauernhöfe in Mbalambala und Umgebung, darunter auch das Dorf Asako, und bedrohte die Nahrungsmittelproduktion.
Im Kreis Uasin Gishu bewertet ein behördenübergreifendes Team die Auswirkungen des steigenden Wasserspiegels entlang des Flusses Sosiani in Lower Elgon View, wo Wohn- und Gastronomieeinrichtungen betroffen sind.




