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Tausende Touristen strandeten in Lappland aufgrund kalter Bodenflüge

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Tausende Touristen strandeten in Lappland aufgrund kalter Bodenflüge

Tausende Touristen sind im finnischen Lappland gestrandet, da eine schwere Kälteperiode dazu geführt hat, dass Flüge von einem seiner Flughäfen nicht mehr möglich sind.

Abflüge vom Flughafen Kittila in Lappland, die Winterreisende zurück zu Orten wie London, Bristol, Manchester, Paris und Amsterdam gebracht hätten, wurden am Sonntag alle abgesagt, da die Temperaturen am Sonntag nicht über -35 °C stiegen.

Es wird erwartet, dass das Problem am Montag anhält, da die finnische Wetterbehörde einen Tiefstwert von -39 °C prognostiziert. Der erste Flug ab Kittilä wurde bereits gestrichen.

Die extreme Kälte macht es schwierig, Flugzeuge zu enteisen, während Wartungs- und Betankungsgeräte am Boden einfrieren können.

Der Flughafenbetreiber Finavia teilte dem öffentlich-rechtlichen Sender Yle mit, dass Feuchtigkeit in der Luft die Situation verschlimmere, da sie für rutschigen Frost sorge.

Während Lappland – das Nordnorwegen, Schweden und Finnland umfasst – für Kälte und Schnee bekannt ist, herrscht im finnischen Lappland nach Angaben des Tourismusverbandes des Landes im Winter eine durchschnittliche Temperatur von -14 °C mit gelegentlichen Absenkungen auf -30 °C.

Der Flughafen Kittila bedient vor allem Menschen, die zu nahegelegenen Skigebieten reisen und das Nordlicht sehen möchten, während der weiter südlich gelegene Flughafen Rovaniemi das „offizielle“ Ziel für Besucher des folkloristischen Zuhauses des Weihnachtsmanns ist.

Am Sonntag wurde ein Flug ab Rovaniemi gestrichen.

Berichten zufolge wurden auch am Freitag und Samstag Flüge von und nach Kittilä gestrichen.

Das kalte Wetter hat die Straßen auch besonders gefährlich gemacht, und Fintraffic warnt vor vereisten Bedingungen in der Region.

Ein Bus voller ukrainischer Passagiere sei am Sonntagmorgen in einen Graben gefahren, berichtete Yle unter Berufung auf die örtliche Polizei. Es hieß, es seien keine ernsthaften Verletzungen gemeldet worden.

Die ungewöhnliche Kälte in Lappland kommt zu einem Zeitpunkt, als ein Sturm über Nordeuropa zog und für winterliche Bedingungen und Reiseunterbrechungen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland sorgte.

Ein Mann wurde getötet, nachdem in England ein Baum auf seinen Wohnwagen fiel, während in Frankreich am Samstag rund 100.000 Haushalte ohne Strom waren.

Quelle

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