- SoftBank verkaufte seine gesamten 32,1 Millionen Nvidia-Aktien für 5,83 Milliarden US-Dollar
- Durch den Verkauf wurden Investitionen in Höhe von 22,5 Milliarden US-Dollar in OpenAI- und KI-Tools finanziert
- Anteilsverkäufe waren Teil der umfassenderen Strategie der „Asset-Monetarisierung“ von SoftBank
Die Entscheidung von SoftBank, alle Nvidia-Aktien zu verkaufen, hat bei Anlegern, die ohnehin schon überhitzte KI-Bewertungen befürchten, große Aufmerksamkeit erregt.
Der japanische Mischkonzern verkaufte seinen gesamten Anteil von 32,1 Millionen Aktien für etwa 5,83 Milliarden US-Dollar und beendete damit eine Position, die auf Nvidias frühen Aufstieg zum führenden KI-Lieferanten der Chipindustrie zurückgeht.
Nvidia-Aktien gaben nach dem Verkauf um etwa 2 % nach, obwohl Analysten sagen, dass der Schritt möglicherweise weniger mit Zweifeln an Nvidia als vielmehr mit dem dringenden Liquiditätsbedarf von SoftBank zusammenhängt.
Ein strategischer Schachzug – oder mehr?
Rolf Bulk, Analyst bei New Street Research, merkte an, dass der Verkauf „nicht als mangelndes Vertrauen in Nvidia, sondern eher als praktische Entscheidung angesehen werden sollte“.
Berichten zufolge benötigt SoftBank im letzten Quartal des Jahres mindestens 30,5 Milliarden US-Dollar für neue Investitionen, wobei 22,5 Milliarden US-Dollar für OpenAI und weitere 6,5 Milliarden US-Dollar für Ampere vorgesehen sind.
Insgesamt bedeutet dies mehr Investitionen in einem Quartal als in den beiden vorangegangenen Jahren zusammen.
„Wir wollen den Anlegern viele Investitionsmöglichkeiten bieten und gleichzeitig unsere Finanzkraft bewahren“, sagte Yoshimitsu Goto, Finanzvorstand von SoftBank, während einer Investorenpräsentation.
„Durch diese Optionen und Tools stellen wir sicher, dass wir auf sehr sichere Weise für die Finanzierung bereit sind.“
Das Unternehmen fügte hinzu, dass die Anteilsverkäufe Teil seiner umfassenderen Strategie zur „Vermögensmonetarisierung“ seien.
Dies deutet eher auf eine strategische Verlagerung hin zu umfassenderen Unternehmungen im Bereich der künstlichen Intelligenz als auf einen Ausstieg aus dem KI-Bereich selbst hin.
Der frühere CEO von Intel, Pat Gelsinger, warnte davor, dass sich der KI-Sektor in einer Blasenzone befinde, rechnet jedoch damit, dass sich die Korrektur allmählich vollziehen wird.
Außerdem zeigen aktuelle finanzielle Offenlegungen, dass Scion Asset Management von Michael Burry große Optionspositionen im Zusammenhang mit Nvidia und Palantir eröffnet hat.
Der Nominalwert dieser Positionen übersteigt 1 Milliarde US-Dollar, was darauf hindeutet, dass bei der anhaltenden KI-Rallye offenbar auf ein Abwärtsrisiko gesetzt wird.
Aber SoftBank verkaufte auch einen Teil seiner Anteile an T-Mobile für 9,17 Milliarden US-Dollar und beschaffte sich Mittel durch ein Margin-Darlehen für seine ARM Holdings-Aktien.
Insider behaupten, dass diese Vermögensverkäufe lediglich „Geldquellen“ für neue Akquisitionen seien, darunter auch das Robotikgeschäft von ABB.
Diese Verkäufe und der Gewinn von SoftBank in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar aus dem Vision Fund in diesem Quartal stärkten das wachsende Portfolio an KI-fokussierten Beteiligungen.
„Der Grund, warum wir dieses Ergebnis erzielen konnten, ist der September letzten Jahres, als wir zum ersten Mal in OpenAI investierten“, sagte Goto von SoftBank.
SoftBank bleibt durch Projekte wie die 500-Milliarden-Dollar-Rechenzentrumsinitiative Stargate, die immer noch auf Nvidias GPUs und KI-Tools angewiesen ist, eng mit Nvidia verbunden.
Über CNBC
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