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Schiaparelli: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

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Schiaparelli: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

Daniel Roseberry nannte seinen AW26 Schiaparelli Kollektion „The Sphinx“, ein Titel, der auf die anhaltende Faszination des Hauses für Rätsel und Widersprüche verwies. In seinen Shownotizen wies er auch auf die bevorstehende Eröffnung des hin V&As Schiaparelli: Mode wird zur Kunst Ausstellung (Eröffnung 28. März), eine Retrospektive von Elsa Schiaparelli, die untersucht, wie sie Mode als Medium hinterfragte – was ein Kleid sein soll und was daraus werden könnte.

Diese Spannung zog sich durch die gesamte Sammlung. Die auf einer erhöhten Landebahn mit grellen Bühnenlichtern gesäumten Kleidungsstücke schwankten zwischen dem, was ein Kleidungsstück sein sollte und dem, was es sein kann, bevor sie sich endgültig in einem glücklichen Mittelfeld niederließen und beides auf gleichwertigen Enden einer Skala balancierten.

Hier wurden lässige Anzüge mit Hemden kombiniert, deren messerscharfer Kragen hochgesteckt war, und in den Details steckte der Teufel. Auffällige goldene Schiaparelli-Knöpfe verliefen über eine Bluse in Form eines Kopfes, dann einer Brust und endeten in winzigen Füßen. Ein seidenes Kleid aus Jersey, das wie eine zweite Haut aussieht, mit einem wortwörtlichen Schlüssellochausschnitt, während die geformten Silhouetten mit vorspringenden Hüften und halbspitzen Brüsten die Anatomie in den Mittelpunkt rücken.

An anderer Stelle wurden Pullover mit Zopfmuster auseinandergespleißt und mit dazwischen liegenden hautfarbenen Mesh-Einsätzen wieder zusammengefügt, um etwas traditionell Schwerem eine durch Ausschneiden und Einfügen entstandene Leichtigkeit zu verleihen. Als Kleider und Anzüge kräuselte sich flüssiger schwarzer und brauner Satin wie ein Abgrund. Zu einem Mantel aus Kunstpelz in Salz- und Pfeffertönen gehörten dazu passende Trompe-l’oeil-Jeans mit geradem Bein – man musste zweimal hinsehen, um den Unterschied zu erkennen.

Es gab goldene Falten, Dégradé-Strasssteine, statuarische Mieder und ein einfaches, figurbetontes Rollkragenkleid, das mit der vollständigen Figur einer männlichen griechischen Statue bedruckt war. Alex Consani erschien in einem kaum sichtbaren, geformten BH aus hautfarbenem Netzstoff, der sich in leuchtendem Gelb um den Hals schlängelte, bevor er in einen aufwendigen Rock mit Paillettenquasten fiel. Es folgte ein dunkelbrauner Frack mit schwarzem Straußenfedernbesatz.

Es endete mit Glitzer – paillettenbesetzte Kleider, quastenartige Pailletten und glänzende Faltenkleider, die jeden Lichtblitz einfingen, als sie über den Laufsteg liefen. Das war Schiaparelli-Glamour auf höchstem Niveau.

Fotografie mit freundlicher Genehmigung von Schiaparelli.

schiaparelli.com



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