Ein Ballett, das Russland 2023 wegen „LGBT-Propaganda“ verboten hatte, soll in Berlin ein zweites Leben bekommen.
Erstellt von Regisseur Kirill Serebrennikov, Nurejew erzählt die Geschichte des produktiven russischen Tänzers und Choreografen Rudolf Nurejew. Nurejew gilt weithin als der größte männliche Balletttänzer seiner Generation und verließ 1961 die Sowjetunion nach Paris, Frankreich. Er starb 1993 im Alter von 54 Jahren an den Folgen von AIDS.
Entsprechend Die Zeiten, NurejewDie ursprüngliche Premiere von „2017“ im Moskauer Bolschoi-Theater verzögerte sich um mehrere Monate, da Gerüchte aufkamen, dass die Behörden Einwände gegen die Darstellung der Eigenartigkeit der Titelfigur erhoben hätten. Die internationale Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) berichtet, dass das Ballett Szenen enthält, in denen Nurejew Beziehungen mit Männern eingeht, die Pariser Queer-Szene erkundet und Tänzer in Tracht.
Im Jahr 2023 das Bolschoi-Theater fallen gelassen Nurejew aus seinem Repertoire nach Russland erweiterte sein Verbot auf „LGBT-Propaganda“, um jede „Demonstration“ von Homosexualität einzuschließen. Laut einem offizielle Zusammenfassung In Bezug auf das Ballett sagten russische Beamte, dass das Ballett gegen dieses Verbot verstoße, weil es „nicht-traditionelle Werte“ fördere.
Nun bereitet sich das Ballett auf die Premiere am 21. März im Berliner Staatsballett vor. Die Hauptrolle wird David Soares spielen, ein brasilianischer Tänzer, der zuvor am Bolschoi-Theater tanzte. Entsprechend SzeneIn der Berliner Produktion wird Richard Avedons bühnenfüllendes Aktfoto von Nurejew wiedereingesetzt, das aus der russischen Erstaufführung herausgeschnitten wurde.
Das sagte Christian Spuck, Intendant des Berliner Staatsballetts, gegenüber dem britischen Outlet Die Zeiten Da Nurejew in Russland verboten wurde, habe er in den letzten drei Jahren daran gearbeitet, es nach Deutschland zu bringen.
„Ich halte dieses Werk für ein Meisterwerk und glaube, dass es weiterhin aufgeführt werden sollte“, sagte er. „Wir leben in einer Zeit, in der die Welt auseinanderzubrechen scheint … Nurejews Lebensgeschichte ist in diesem Zusammenhang sehr relevant, da er nicht nur ein außergewöhnlicher Künstler, sondern auch ein Rebell war, der Grenzen sprengte und für die Freiheit kämpfte.“
Während eines Interviews mit AFPSerebrennikow, der 2022 Russland nach Deutschland verließ, lobte Nurejews Vermächtnis der „disruptiven Kunst“.
„Er steht irgendwie über allem“, sagte er. „Deshalb wird diese Figur… immer ein Magnet für andere Künstler sein und ein großes Beispiel dafür sein, wie man gegen die langweilige graue Normalität ankämpft.“
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