- Der Mach 20 versuchte, die Kluft zwischen den PC-Generationen zu überbrücken, geriet jedoch stattdessen nahezu in Vergessenheit
- Nur 11 Einheiten von OS/2 für Mach 20 erreichten jemals Kunden
- Acht Benutzer, die OS/2 für Mach 20 gekauft hatten, gaben es schnell enttäuscht zurück
In der Geschichte von MicrosoftDie Erfolge von Windows bis hin zu seiner umfangreichen Suite von Bürosoftwareliegt ein fast vergessener Fehltritt vor, der als Lektion in Sachen technologisches Timing gilt.
Das „meistverkaufte Microsoft-Produkt aller Zeiten“ ist kein obskures Spiel oder eine ungenutzte Anwendung, sondern vielmehr eine spezielle Version davon Betriebssystem Entwickelt für Hardware, die nur sehr wenige Menschen besitzen.
Bekannt als „OS/2 für Mach 20“, wurden nur elf Exemplare verkauft, von denen Berichten zufolge acht zurückgegeben wurden.
Die Vision hinter dem Mach 20
Mitte bis Ende der 1980er Jahre entwickelte sich die PC-Hardware rasant weiter, wobei schnellere Prozessoren und leistungsfähigere Grafiken die Möglichkeiten von Computern für Geschäftsanwender veränderten.
Für Unternehmen, die sich noch auf das digitale Zeitalter einstellen, war der Austausch ganzer Systeme kostspielig, und Microsofts Mach 10- und später Mach 20-Erweiterungskarten wurden als Lösung für dieses Problem konzipiert.
Sie versprachen, älteren PCs neues Leben einzuhauchen, indem sie schnellere Prozessoren und zusätzlichen Speicher durch ein Plug-in-Upgrade anstelle eines vollständigen Austauschs hinzufügen.
Der Mach 20 schien mit seiner 80286-CPU und erweiterbaren Speicheroptionen ein attraktiver Kompromiss zwischen Kosten und Leistung zu sein.
Trotz dieses Versprechens blieb es durch die ältere Busarchitektur begrenzt und teuer in der Implementierung.
Zu diesem Zeitpunkt bewegte sich der Markt bereits in Richtung neuerer Maschinen, die keinen solchen Workaround erforderten.
Unternehmen, die zuvor gezögert hatten, in neue Computer zu investieren, waren eher geneigt, neue Hardware zu kaufen, als auf komplexe Nachrüstungen zu setzen.
Die Entscheidung von Microsoft, eine dedizierte Version von OS/2 für den Mach 20 herauszubringen, verschärfte das Problem.
OS/2 selbst, das zusammen mit IBM entwickelt wurde, sollte DOS ersetzen und mit Windows als die Zukunft der Datenverarbeitung konkurrieren.
Für den Betrieb der Mach 20-Edition war jedoch spezielle Hardware erforderlich, wodurch die potenzielle Benutzerbasis auf eine Handvoll Enthusiasten schrumpfte.
Wie vorherzusehen war, waren die Umsätze düster. Nur wenige Exemplare erreichten jemals die Kunden, was es zu einer der unbekanntesten Veröffentlichungen im langen Katalog von Microsoft macht.
Der Mach 20 und seine OS/2-Variante verschwanden in der Dunkelheit, aber seine Geschichte bleibt relevant – denn sein Scheitern zeigt, wie selbst ein Technologieriese das Gleichgewicht zwischen Innovation und Praktikabilität falsch einschätzen kann.
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