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Merz-Sprecher verteidigt deutschen Staatschef wegen in Brasilien kritisierter Äußerungen

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Merz-Sprecher verteidigt deutschen Staatschef wegen in Brasilien kritisierter Äußerungen

BERLIN — Der Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz bestritt am Mittwoch, dass der deutsche Staatschef Brasilien verunglimpfen wollte, nachdem er die Stadt besucht hatte, in der der UN-Klimagipfel stattfand, und verteidigte nach diesen Bemerkungen seine Haltung gegenüber dem Land stieß auf scharfe Kritik von dortigen Beamten.

Präsident Luiz Inácio Lula da SilvaBelems Bürgermeister, der Gouverneur des Bundesstaates Para und mehrere Gesetzgeber wehrten sich gegen die Äußerungen, die Merz letzte Woche nach einem Besuch in Belem am 7. November machte. Merz schien zu versuchen, die Beschwerden über die aktuelle Situation im wohlhabenden Deutschland, dessen Wirtschaft Schwierigkeiten hat, ins rechte Licht zu rücken Wachstum generierenin einer Rede auf einer Fachkonferenz in Berlin.

„Wir leben in einem der schönsten Länder der Welt. Letzte Woche habe ich einige Journalisten, die mit mir in Brasilien waren, gefragt: Wer von euch möchte hier bleiben? Niemand hat die Hand gehoben“, sagte Merz. „Alle waren froh, dass wir vor allem in der Nacht von Freitag auf Samstag von hier nach Deutschland zurückgekehrt sind.“

Merz-Sprecher Stefan Kornelius sagte am Mittwoch: „Es liegt der Kanzlerin fern, sich abfällig über Brasilien zu äußern.“ Auf einer regulären Regierungspressekonferenz fügte er hinzu, Merz habe seinen Kurzbesuch in Brasilien „sehr intensiv genutzt, um die hervorragenden Beziehungen Deutschlands zu Brasilien zu vertiefen“.

Kornelius sagte, Merz’ Eindruck von seiner Reise sei „sehr positiv“ gewesen und „es besteht kein Zweifel daran, dass Brasilien geostrategisch und wirtschaftlich unser wichtigster Partner in Südamerika ist.“

Die umstrittene Bemerkung „betraf im Wesentlichen den Wunsch der Delegation, nach einem sehr anstrengenden Nachtflug und einem langen Tag in Belem nach Hause zurückzukehren“, sagte er. „Wenn die Kanzlerin sagt, dass wir in einem der schönsten Länder der Welt leben, heißt das nicht, dass andere Länder nicht auch sehr schön sind.“

Auf die Frage, ob Merz sich entschuldigen würde oder ob er einen Beziehungsschaden sehe, antwortete Kornelius: „Nein, zweimal.“

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