John Nolan, ein erfahrener britischer Bühnen- und Filmschauspieler und Onkel väterlicherseits der Filmemacher Christopher Nolan und Jonathan Nolan, die in deren Werken auftraten – darunter in zwei „Batman“-Filmen und im CBS-Drama „Person of Interest“ – ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Der Schauspieler starb am Samstag, wie die britische Wochenzeitung Stratford-upon-Avon Herald berichtete.
Nolan hatte eine jahrzehntelange Karriere, in der er auch an den Projekten seiner Neffen beteiligt war. Er verkörperte das Vorstandsmitglied von Wayne Enterprises, Douglas Fredericks, in „Batman Begins“ (2005) und „The Dark Knight Rises“ (2012), die beide von Christopher mitgeschrieben und inszeniert wurden; Er trat auch in „Following“ von 1998 und „Dunkirk“ von 2017 auf, beide ebenfalls von Christopher geschrieben und inszeniert.
Er trat der von Jonathan Nolan kreierten „Person of Interest“ in der zweiten Staffel im Jahr 2013 als John Greer bei, einem mysteriösen und berechnenden ehemaligen MI6-Agenten, der Chef von Decima Technologies, einem zwielichtigen privaten Geheimdienstunternehmen, und der schurkischen Samaritan AI wurde (Jonathan war außerdem Co-Autor von „The Dark Knight Rises“).
Nolan wurde am 22. Mai 1938 in London geboren und begann seine Karriere auf der Bühne mit einer Ausbildung am Drama Centre London. Er tourte mit einer reisenden irischen Theatergruppe und spielte als Romeo neben Francesca Annis im Richmond Theatre.
Er trat der Royal Court Company bei und verbrachte zwei Jahre bei der Royal Shakespeare Company, wo er in Produktionen von „Julius Caesar“, „Die lustigen Weiber von Windsor“ und „Der Rückfall“ auftrat. Er verließ RSC, um in der Titelrolle der BBC-Miniserie „Daniel Deronda“ von 1970 zu spielen, die auf dem Roman von George Eliot aus dem Jahr 1876 basiert, als junger Mann mit mysteriösen Wurzeln – eine Rolle, die ihm dabei half, sich als Filmschauspieler zu etablieren.
Nach „Daniel Deronda“ spielte Nolan die Hauptrolle in dem BBC-Drama „Doomwatch“, in dem er den Wissenschaftler George Harcastle verkörperte, und als Nick Faunt in ITVs romantischer Miniserie „Shabby Tiger“ aus der Zeit der Depression.
Zu seinen weiteren Auftritten auf der Leinwand zählen die Filme „Bequest to the Nation“ (1973), „Terror“ (1978) und „The World Is Full of Married Men“ (1979) sowie Fernsehserien wie „The Prisoner“, „General Hospital“ und „Silent Witness“.
Er erkundete auch seine Kreativität hinter der Kamera. Er war 1980–81 Co-Autor und Hauptdarsteller einer Dostojewski-Trilogie für die Bristol New Vic Company.
Neben seinen Neffen hinterlässt Nolan seine Frau, die Schauspielerin Kim Hartman; und ihre Kinder Miranda und Tom; sowie seine Enkelkinder Dylan und Kara.



