Start Nachrichten Iran-Krieg legt Ölhandel lahm, US-Militärflugzeug stürzt im Irak ab

Iran-Krieg legt Ölhandel lahm, US-Militärflugzeug stürzt im Irak ab

4
0
Iran-Krieg legt Ölhandel lahm, US-Militärflugzeug stürzt im Irak ab

Irans neuer Oberster Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei veröffentlichte am Donnerstag seine erste öffentliche Botschaft – die Erklärung kam jedoch als vorbereitete Botschaft, ohne Rede, Video oder öffentlichen Auftritt.

Nach der Ermordung seines Vaters, Ayatollah Ali Khamenei, in der Anfangsphase des Krieges, der sich nun über die Region ausbreitet, sind die Sicherheitsvorkehrungen rund um die iranische Führung äußerst streng. Auch Mojtaba Khamenei hat einen Großteil seines Lebens damit verbracht, im Stillen hinter den Kulissen zu agieren und hat sich selten öffentlich geäußert.

Die Aussage ist lang und stark religiös geprägt. Ihr Hauptzweck scheint die Stabilisierung der Islamischen Republik nach einem der dramatischsten Momente ihrer Geschichte zu sein. Das vorherrschende Thema der Botschaft ist Kontinuität, wobei Mojtaba Khamenei einen bewusst bescheidenen Ton beibehält und viel Zeit damit verbringt, sich als Nachfolger seines Vaters und Gründers der Islamischen Republik, Ayatollah Ruhollah Khomeini, zu positionieren.

Der Krieg selbst wird als defensiv dargestellt. Mojtaba Khamenei beschreibt den Iran als „von den Führern der arroganten Front ungerecht angegriffen“ – eine Sprache, die von iranischen Führern seit langem verwendet wird, um westliche Mächte und ihre regionalen Verbündeten zu beschreiben. Die USA werden nie direkt als Kombattanten genannt, und Amerika wird nur einmal indirekt erwähnt. Auch Israel wird nicht namentlich erwähnt. Stattdessen bezieht sich Mojtaba Khamenei auf das, was er „zionistische Aufruhr“ nennt, eine Sprache, die häufig von iranischen Beamten verwendet wird, wenn sie über Israel und den Krieg in Gaza sprechen.

Mojtaba Khamenei lobt in der Botschaft die regionalen Partner Irans und signalisiert, dass das Netzwerk alliierter Streitkräfte, darunter die Houthis im Jemen und die Hisbollah im Libanon, weiterhin im Mittelpunkt seiner regionalen Strategie stehen. Es gibt auch Hinweise auf wirtschaftlichen Druck: Mojtaba Khamenei sagte, dass „der Hebel, der die Straße von Hormus blockiert, auf jeden Fall weiter genutzt werden muss“.

Trotz der ideologischen Sprache sind in der Botschaft auch einige praktische Signale eingebettet.

Er warnt davor, dass ausländische Militärstützpunkte weiterhin ins Visier genommen werden, wenn sie für Angriffe auf den Iran genutzt werden, sagt aber, dass das Land weiterhin „herzliche und konstruktive Beziehungen“ zu seinen Nachbarn wünsche und betont, dass die Islamische Republik nicht die Absicht habe, die Region zu dominieren.

Große Teile der Rede sind nach innen gerichtet: Mojtaba Khamenei ruft die Iraner auf, vereint zu bleiben, fordert die Menschen auf, an Veranstaltungen zum Quds-Tag teilzunehmen, und betont, dass Iran die bei den Anschlägen Getöteten, darunter auch seinen Vater, rächen werde. Diese Formulierung deutet darauf hin, dass eine Führung ihre Bevölkerung auf einen Konflikt vorbereitet, der einige Zeit andauern könnte.

Quelle

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein