Als Pitti Uomo Gastdesigner von 109, Mein Name war Mayner wählte die Palazzina Reale di Santa Maria Novella, eine modernistische Einfügung aus weißem Marmor im Hauptbahnhofskomplex von Florenz, als angemessen verwirrende Bühne für seine Co-Ed-Show im Herbst/Winter 2026. Die bürgerliche Strenge des Ortes verschärfte Mayners laufendes Projekt: Archetypen gerade so weit aus der Mitte zu drängen, dass sie sich neu bewohnbar anfühlen.
Dies war eine Wintergarderobe, die eher auf Volumen und Anpassung als auf Dramatik basierte. Die kastenförmigen Anzüge waren luftig und bewusst locker, manchmal mit japanischem Kragen und leicht taillierter Taille, in taupefarbenen Wollgabardinen, die ihre Struktur betonten. Jacken zogen die Schultern vor den Körper, die Ärmel wölbten sich vom Ellenbogen weg, während Mäntel mit Gürteln die Masse in Form brachten. In Socken gesteckte, weit geschnittene Hosen; Übergroße Blazer schwebten lässig um den Oberkörper.
An anderer Stelle kam Weichheit dazwischen. Pyjama-Sets aus Seide und drapierte Tuniken ließen sich problemlos unter die schwereren Modelle der Kollektion ziehen und mildern die Struktur mit Leichtigkeit. Ein kolossaler Kunstpelzmantel war eher ein Argument für Exzesse als Isolierung als als Spektakel. Gestufte Kleider waren am Saum plissiert und im Used-Look, während ein drapiertes silbernes Paillettenkleid und ein passendes Twinset für Männer das grelle Licht der Station mit kontrolliertem, silbernem Glanz einfingen. Mit Silberfolie überzogener Denim, mit Falten gespickte Wildledertuniken, karierte Umhänge und hohe Kragen – all das trug dazu bei, dass Kleidung sich in ruhiger Bewegung befand.
Accessoires untermauerten den Vorschlag. Weiße Turnschuhe kamen getragen an, Reeboks hitzeverformte NPC Insigna-Stiefel länglich und seltsam, während Wildleder-Stomper und zerknitterte Lederstiefel für zusätzliches Gewicht sorgten. Ketten – mehr Hundehalsband als Schmuck – baumelten an Halsbändern und Gürtelschlaufen. Mayners Unrichtigkeit fühlte sich wieder einmal genau richtig an: tragbar, leicht verunsichert und beharrlich persönlich.
Fotografie mit freundlicher Genehmigung von Hed Mayner.



