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Großbritannien kündigt größte Umstrukturierung der Einwanderungspolitik an, darunter vorübergehendes Asyl und strengere Schutzbedingungen

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Großbritannien kündigt größte Umstrukturierung der Einwanderungspolitik an, darunter vorübergehendes Asyl und strengere Schutzbedingungen

VonEuronews Farsi

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Die britische Regierung unter der Führung der Labour Party hat ihre Einwanderungspolitik verschärft, insbesondere in Bezug auf illegale Überfahrten mit kleinen Booten aus Frankreich. Der Plan soll am Montag vollständig vorgestellt werden.

Gleichzeitig erfreut sich in Großbritannien eine populistische Partei namens „Reform Britain“ großer Beliebtheit, die das Thema Einwanderung zum Mittelpunkt politischer Debatten macht und damit Druck auf die Regierungspartei ausübt, eine härtere Haltung gegenüber Einwanderern einzunehmen.

Die finanzielle Unterstützung für arbeitsfähige Asylbewerber wird gekürzt

Das britische Innenministerium sagte in einer Erklärung, dass die Hilfe im Rahmen der neuen Reformen „nach eigenem Ermessen“ erfolgen werde, was bedeutet, dass es denjenigen, die arbeitsfähig sind, die Möglichkeit verweigern könne.

Am Montag wird Mahmood weitere Einzelheiten zu den Maßnahmen bekannt geben, die nach Angaben des Innenministeriums darauf abzielen, illegale Einreisende abzuschrecken und ihre Rückführung zu beschleunigen.

In einem Brief an Frau Mahmood forderten mehr als 100 britische Wohltätigkeitsorganisationen sie auf, „die Viktimisierung von Migranten zu beenden und eine Politik zu verfolgen, die nur Schaden anrichtet“, und sagten, die Maßnahmen dienten dazu, Rassismus und Gewalt zu schüren.

Umfragen zufolge ist im Vereinigten Königreich das Thema Einwanderung inzwischen wichtiger als die Wirtschaft und nun das größte Anliegen der Wähler.

Dänemarks Muster: Von vorübergehendem Asyl zur Beschlagnahme von Eigentum

Im Jahr bis März 2025 beantragten mehr als 109.000 Menschen im Vereinigten Königreich Asyl, ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 6 Prozent mehr als der Rekordwert von 2002.

Das britische Innenministerium sagte, seine neuen Reformen würden auf den Vorbildern Dänemarks und anderer europäischer Länder basieren; Länder, in denen Asyl vorübergehender Natur ist, der Schutz an Bedingungen geknüpft ist und von Asylsuchenden erwartet wird, dass sie sich in die Gesellschaft integrieren.

Anfang 2025 reiste eine Delegation hochrangiger Beamter des britischen Innenministeriums nach Kopenhagen, um Dänemarks Asylansatz zu studieren, einen Ansatz, bei dem Migranten nur befristete Aufenthaltsgenehmigungen erhalten, normalerweise für zwei Jahre, und diese nach Ablauf erneut beantragen.

Wenn die sozialdemokratische Regierung Dänemarks das Land, in dem sie leben, als sicher anerkennt, können Asylsuchende zurückgeschickt werden.

Auch der Weg zur Staatsbürgerschaft ist länger und schwieriger geworden und es wurden strengere Regeln für die Familienzusammenführung erlassen.

Neben anderen Maßnahmen gibt ein 2016 verabschiedetes Gesetz den dänischen Behörden die Befugnis, wertvolle Vermögenswerte von Asylbewerbern zu beschlagnahmen und diese zur Erstattung der Unterhaltskosten zu verwenden, eine Maßnahme, die viele Kontroversen ausgelöst hat.

Wie ist die aktuelle Situation für Asylbewerber im Vereinigten Königreich?

Großbritannien gewährt derzeit Menschen Asyl, die nachweisen können, dass sie in ihrem Heimatland nicht sicher sind, und der Flüchtlingsstatus wird denjenigen gewährt, die verfolgt werden.

Der Asylstatus im Vereinigten Königreich ist fünf Jahre lang gültig. Nach Ablauf dieser Frist können Flüchtlinge eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis beantragen, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen.

Dänemark ist seit mehr als einem Jahrzehnt für seine strenge Einwanderungspolitik bekannt, und das Innenministerium des Landes sagte, diese Politik habe die Zahl der Asylanträge auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gesenkt, wobei etwa 95 Prozent der abgelehnten Antragsteller aus dem Land abgeschoben wurden.

In Großbritannien nimmt die Anti-Einwanderungsstimmung zu, und in diesem Sommer fanden Demonstrationen vor staatlich finanzierten Hotels statt, in denen Asylbewerber untergebracht sind.

Diese einwanderungsfeindliche Haltung ist auch in der gesamten EU weit verbreitet, insbesondere nachdem zwischen 2015 und 2016 mehr als eine Million Menschen, überwiegend syrische Flüchtlinge, über das Mittelmeer nach Europa kamen und die Infrastruktur einiger Länder stark belasteten.

Da es den EU-Mitgliedstaaten nicht gelang, eine Einigung über die Aufteilung der Asylverantwortung zu erzielen, haben sie ihren Fokus auf die Rückführung von Asylbewerbern und die Reduzierung der Zahl der Ankömmlinge gelegt.

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