Seit dem Aufstieg von BTS sind die Grammys neugierig auf K-Pop, allerdings nicht in der typischen Kategorie. Dieses Jahr stellt eine bemerkenswerte Veränderung dar – mehrere Acts mit Wurzeln im K-Pop haben Nominierungen in der Hauptkategorie erhalten, was darauf hindeutet, dass die Akademie das Genre als festen Bestandteil der Popmusik angenommen hat.
Zunächst einmal: Auch wenn der Erfolg von „KPop Demon Hunters“ und seiner Flaggschiff-Soundtracksingle „Golden“ einer Qualifikation als Filmmusik für eine fiktive Band bedarf, ist die Nominierung des Liedes als Song ein Meilenstein. Es ist der krönende Abschluss eines großartigen Jahres für die animierten Damen von Huntr/x – sie ernteten auch Auszeichnungen bei Auftritten von Pop-Duos/-Gruppen, Remix-Aufnahmen und Songs, die für visuelle Medien geschrieben wurden. Was auch immer als nächstes für die menschlichen Künstler Ejae, Audrey Nuna, Rei Ami und „Golden“-Co-Songwriter Mark Sonnenblick kommt, es ist Teil eines großen Moments für K-Pop in den Top-Kategorien der Grammys.
Allerdings sind sie dort bei weitem nicht allein. Rosé von Blackpink hatte mit Bruno Mars einen Monsterhit mit „Apt.“, der noch mehr Top-4-Nominierungen bei Platten-, Song- und Pop-Duo-/Gruppenauftritten erzielte. Der schicke Motown-Rocker war eine der unbestreitbarsten Singles des Jahres und erreichte Platz 3 der Hot 100.
Diese Nicken zeigten, wie weit die Solokarrieren der Blackpink-Mitglieder in die breitere Musik- und Unterhaltungsbranche hineinreichen können – inklusive TVgroße Festivals, die Hot 100 und jetzt die Elite-Kategorien der Grammys.
Mit der polyglotten Girlgroup hat auch ein K-Pop-Act endlich eine neue Künstlerin bekommen Katseye nebenan landen Addison Rae, Lola Young Und Schatten. Angesichts der unterschiedlichen Hintergründe der Mitglieder (sie stammen aus den USA, den Philippinen, Südkorea und der Schweiz und wurden in den USA bei Hybe, dem Mutterlabel von BTS, ausgebildet) wurde die Band als globale Variante dessen konzipiert, was K-Pop ausmacht.
„Beautiful Chaos“ erreichte Platz 4 der Billboard 200 und „Gabriela“ der Gruppe erhielt auch eine Nominierung für den Auftritt als Pop-Duo/-Gruppe, sodass das Experiment bei den Academy-Wählern eindeutig auf seine eigene Weise Anklang fand.
Während Grammy-Wähler K-Pop oft eher als ein Fandom-Phänomen denn als ein musikalisches betrachteten, deutet der diesjährige Kurs darauf hin, dass das Genre wie jedes andere Stück Pop auf seine eigenen Bedingungen gestellt wurde, was für seine Zukunft an der Akademie nur Gutes verheißen kann.



