Der Übergang zu sauberer Energie in Deutschland ist durch den Ausbau kleiner erneuerbarer Energien und die schnelle Verbreitung dezentraler Anlagen gekennzeichnet. Physische Geräte wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge haben die Rolle von Verbrauchern und Unternehmen im Stromnetz verändert. Da die Bevölkerung sowohl zu Produzenten als auch zu Konsumenten von Energie wird, erhöht sich die Komplexität beim Betrieb von Mittel- und Niederspannungsnetzen, insbesondere auf der Verteilungsebene.
Frankreich hat seine eigenen Herausforderungen der Netzwerkkomplexität früher als sein Nachbar angegangen, indem es den Linky Smart Meter auf nationaler Ebene eingeführt und so die Steuerung und Überwachung modernisiert hat.
Der Kurs Deutschlands ist durch die Zusammensetzung seiner Energiewirtschaft geprägt, Stromerzeugung und -verbrauch sind dezentralisiert, was ein solches national diktiertes Projekt weniger möglich macht. Allerdings erfreut sich die Stromerzeugung in Privathaushalten und kleinen Unternehmen mit Geräten für erneuerbare Energien großer Beliebtheit, und auf diesen Trend (und die Fragmentierung des Marktes) wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Landes zugeschnitten.
Seit dem 1. Januar 2024 verlangt die Neufassung des § 14a EnWG, dass bestimmte Energiegeräte fernsteuerbar sein müssen, wobei neu installierte Hardware bis zum 1. Januar 2029 vollständig konform sein muss. Diese Rahmenbedingungen sorgen für eine nachhaltige Nachfrage nach Systemen, die die Regulierung und Fernsteuerung von Niederspannungsnetzen ermöglichen.
Fernwirktechnologien ermöglichen es Verteilern, die Netzstabilität unter wechselnden Lastbedingungen aufrechtzuerhalten und erneuerbare Erzeugungsanlagen jeder Größenordnung vom Einzelhaushalt aufwärts zu verwalten. Durch die Verbindung dieser auf der Vertriebsebene ist ein wettbewerbsintensiver Markt zwischen den Anbietern entstanden.
Laut einer aktuellen Pressemitteilung ist der Geschäftsbereich Smart Grids von LACROIX zwischen 2020 und 2025 um 54 % gewachsen, und im Jahr 2025 stieg der Umsatz um 20 % auf 34 Millionen Euro, wobei der deutsche Markt den Großteil des Wachstums ausmachte.
Im zweiten Quartal 2025 stellte die deutsche Tochtergesellschaft von LACROIX die neuesten Remote-Management-Einheiten ihrer Serie 5X vor, auf denen eine aktualisierte Software-Suite läuft, die den deutschen Rechtsnormen entspricht. Seit der Markteinführung übertrafen die Verkaufsmengen die der Vorgängergeneration zwischen 2015 und 2020, so das Unternehmen.
Nach eigenen Schätzungen wird der Markt für Ausrüstungen für Mittel- und Niederspannungs-Umspannwerke in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) in den kommenden Jahren ein zweistelliges jährliches Wachstum verzeichnen.
Das Unternehmen konkurriert in diesem Bereich mit etablierten einheimischen Wettbewerbern wie den SICAM-Fernwirkanwendungen und -Geräten von Siemens und dem SPRECON-E-Portfolio des österreichischen Unternehmens Sprecher Automation. Ebenso ist der Netzstabilisator von WAGO eine kombinierte Überwachungs- und Unterstützungslösung gemäß § 14a EnWG.
Auch aus der Ferne wetteifern chinesische und japanische Hersteller (vor allem Hitachi) um ihre Marktposition.
Deutschland gilt als eines der fortschrittlichsten Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung für Verbraucher und Kleinunternehmen, obwohl das Land wirtschaftlich auf die alte Schwerindustrie angewiesen ist. Derzeit bezieht Deutschland fast 80 % seiner Energie aus nicht erneuerbaren Energien, ein Großteil davon wird importiert.
Die Integration dessen, was in der deutschen Gesetzgebung als „steuerbare Verbrauchergeräte“ bezeichnet wird, ist eine gesetzliche Anforderung, die darauf abzielt, Überlastungen im Netz bei steigendem Strombedarf zu lindern, und ist ein Bestandteil der Pläne des Landes, auf erneuerbare Energien umzusteigen.
(Bildquelle: „Wolfsburg – Volkswagenwerk (Postkarte)“ von roger4336 ist lizenziert unter CC BY-SA 2.0. )

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