- Photoshop läuft jetzt unter Linux über gepatchte Kompatibilitätsebenen, nicht über offizielle Unterstützung
- Creative Cloud-Installationsprogramme schlagen fehl, weil Windows-Subsysteme in Standard-Linux-Umgebungen fehlen
- Wine hat Probleme mit Adobe-Installationsprogrammen, da das Verhalten des Internet Explorers tief verankert bleibt
Die langjährige Inkompatibilität zwischen Adobe’s Creative Cloud Suite und Linux Betriebssysteme stellen nach wie vor ein großes Hindernis für Benutzer dar, die auf Open-Source-Plattformen umsteigen.
Jüngste Entwicklungen deuten darauf hin, dass diese Barriere aufgrund gezielter technischer Arbeiten allmählich schwächer wird, da ein Entwickler namens PhialsBasement eine Methode zum Installieren und Ausführen aktueller Versionen von dokumentiert hat Photoshopinsbesondere die Versionen 2021 und 2025, auf Linux-Systemen.
Dieser Prozess umgeht den offiziellen Installationspfad, den Adobe auf Windows- und macOS-Umgebungen beschränkt hat.
Entschlüsselung der Anforderungen des Installateurs
Die zentrale Herausforderung liegt in der komplexen Architektur des Adobe Creative Cloud-Installationsprogramms, die von bestimmten Windows-Subsystemen abhängt, die Linux nicht nativ bereitstellt.
Die Wine-Kompatibilitätsschicht übersetzt Windows-API-Aufrufe in POSIX-kompatible Aufrufe, hatte jedoch traditionell Probleme mit diesen Installationsprogrammen. Die Hauptfehlerpunkte betrafen MSHTML und MSXML3.
Diese Komponenten rendern die HTML- und JavaScript-Schnittstelle des Installationsprogramms und analysieren seine XML-Konfigurationsdateien.
Das Installations-Framework erwartet eine Umgebung, die das Verhalten des älteren Internet Explorer nachahmt, das Standard-Wine-Setups nicht angemessen reproduzieren können. Die Lösung führt eine Reihe von Patches ein, die die Art und Weise ändern, wie Wine mit diesen Subsystemen interagiert.
Um XML-Parsing-Probleme zu beheben, verpacken die Patches Daten in CDATA-Abschnitte, um strikte Parsing-Fehler unter Linux zu vermeiden, und korrigieren außerdem Wines interne Handhabung von Bezeichnern, sodass Systemaufrufe korrekt weitergeleitet und ausgeführt werden.
Ein wichtiger Teil des Fixes zwingt Wine dazu, das Ereignisverarbeitungsverhalten von Internet Explorer 9 zu emulieren. Dadurch kann die Benutzeroberfläche des Installationsprogramms wie von den Entwicklern vorgesehen funktionieren.
Den Berichten des Entwicklers zufolge ermöglichen diese Änderungen, dass der Installationsprozess ohne Fehler abgeschlossen werden kann und die Anwendung mit stabiler Leistung läuft.
Dieser Durchbruch ermöglicht Linux-Benutzern den Zugriff auf Photoshop als leistungsfähiges Tool Bildeditor. Es schlägt auch vor, dass andere Adobe-Anwendungen, einschließlich Videobearbeitungssoftwarekönnte in Zukunft unter Linux laufen.
Der Entwickler übermittelte die Korrekturen zunächst an Valves Proton-Repository, einem für Spiele optimierten Wine-Fork, doch die Betreuer lehnten sie ab und schlugen vor, sie stattdessen über WineHQ einzureichen.
Daher müssen Benutzer, die diese Methode anwenden möchten, manuell eine gepatchte Version von Wine aus dem Quellcode des Entwicklers kompilieren.
Trotz der technischen Errungenschaft verdeutlicht der Weg, den diese Patches eingeschlagen haben, die Fragmentierung der Kompatibilitätsentwicklung.
Der Prozess erfordert technisches Fachwissen, was seine praktische Reichweite einschränkt und ihm einen symbolischeren Wert verleiht als eine unmittelbare weitverbreitete Anwendung.
Diese Arbeit zeigt, dass die Hindernisse, die professionelle Kreativsoftware unter Linux blockieren, nicht unüberwindbar sind und dass die Übernahme dieser Korrekturen durch Upstream-Anbieter den Zugriff auf andere Adobe-Anwendungen verbessern könnte.
Derzeit müssen sich Linux-Benutzer auf inoffizielle Patches verlassen, da keine native Unterstützung vorhanden ist.
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