- Narayana Murthy, Mitbegründerin von Infosys, behauptet, dass eine 72-Stunden-Woche echte harte Arbeit widerspiegelt und nicht die Anwesenheit im Büro
- Die WHO warnt davor, dass mehr als 55 Stunden pro Woche zu ernsthaften Gesundheitsrisiken führen
- Versuche in Island und Japan belegen, dass kürzere Wochen die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigern
Trotz überwältigender gegenteiliger Beweise hat Infosys-Mitbegründerin Narayana Murthy erneut die Rückkehr zu längeren Arbeitswochen gefordert, diesmal mit Schwerpunkt auf Zeitplänen wie dem in Teilen Chinas verwendeten 996-Muster.
Murthys Kommentare lassen eine Debatte wieder aufleben, die im Jahr 2024 begann, als er dies argumentierte Indische Arbeitnehmer sollten 70 Stunden pro Woche arbeiten.
Murthy hat diese Zahl nun auf 72 Stunden erhöht und behauptet, dass der verlängerte Zeitplan das widerspiegelt, was er als echte harte Arbeit ansieht, und nicht die Zeit, die er im Büro ohne wirkliche Leistung verbringt.
Erneuter Drang nach extremen Stunden
Murthy brachte längere Wochen mit Wachstum, nationalem Fortschritt und Innovation in Verbindung, auch wenn er seit Jahrzehnten ähnliche Argumente vorbringt.
„Kein Einzelner, keine Gemeinschaft, kein Land ist jemals ohne harte Arbeit entstanden“, sagte Murthy sagte: „Wenn ich harte Arbeit sage, gehe ich nicht ins Büro und schlafe dort. Wenn ich harte Arbeit sage, bedeutet das harte und kluge Arbeit.“
Murthys jüngstes Interview bekräftigte die seit langem vertretene Ansicht, dass Indiens Fünf-Tage-Woche das wirtschaftliche Potenzial beeinträchtigt.
Der 72-Stunden-Plan wurde als Anforderung für Unternehmen vorgestellt, die schnelle Verbesserungen und eine stärkere Leistung anstreben.
Allerdings ist Murthys Vergleich mit China etwas bizarr, da das 996-System im Jahr 2021 verboten wurde, nachdem der Gesetzgeber zu dem Schluss kam, dass es gegen den Arbeitsschutz verstößt und langfristige Schäden birgt.
Die Weltgesundheitsorganisation hat angegeben, dass Stunden, die 55 Stunden pro Woche überschreiten, im Vergleich zu Standardplänen von 35 bis 40 Stunden die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Gesundheitsprobleme erhöhen.
Mehrere andere Studien haben kürzere Wochen untersucht und Ergebnisse geliefert, die seine Behauptungen untergraben.
Islands viertägiger Arbeitswochenversuch zeigte eine höhere emotionale Stabilität, ein verbessertes Wohlbefinden und eine stabile oder gesteigerte Leistung Microsoft Auch Japan verzeichnete während seines eigenen Experiments einen deutlichen Anstieg der Produktivität.
Diese Ergebnisse stellen die Annahme in Frage, dass längere Arbeitszeiten durchgängig zu einer verbesserten nationalen oder betrieblichen Leistung führen.
Mit der Verbreitung von KI-ToolsIn der gesamten Tech-Branche gibt es Anzeichen für eine Normalisierung übermäßiger Zeitpläne, auch wenn Burnout immer sichtbarer wird.
Allerdings sind Unternehmen stark darauf angewiesen Produktivitätswerkzeuge kompensieren nicht unbedingt die Belastung durch lange Arbeitszeiten.
Bürosoftware kann dabei helfen, die täglichen Aufgaben zu rationalisieren, beseitigt jedoch nicht die Gesundheitsrisiken, die mit einem längeren Zeitplan verbunden sind.
Ebenso können KI-Tools die Automatisierung und Effizienz unterstützen, sie können jedoch nicht die Notwendigkeit ausreichender Ruhezeiten und nachhaltiger Arbeitszeiten ersetzen.
Die Eile, die Einführung von KI voranzutreiben, hat den Druck auf alle Unternehmen erhöht, und hochkarätige Persönlichkeiten wie Sergey Brin haben 60 Stunden als Produktivitätsspitze bezeichnet.
Entwickler leiden jedoch weiterhin unter zunehmender Erschöpfung und psychischer Belastung.
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