DRAMATISCHES Filmmaterial zeigt den Moment, in dem ein italienischer Politiker kopfüber durch ein unschätzbares 93 Jahre altes Buntglasfenster stolperte.
Regionalrat Emanuele Cani verlor am Freitag im Piacentini-Vaccaro-Palast, einem Wahrzeichen des Regierungsgebäudes in Rom, den Halt.
Sicherheitsaufnahmen zeigen den überraschenden Moment, in dem er stolpert und die Ehrentreppe hinunterfällt, bevor er gegen das monumentale Buntglasfenster prallt und das wertvolle Kunstwerk zerschmettert zurücklässt.
Der Industrierat – der Sardinien vertritt – scheiterte kopfüber Der Carta del Lavoro, ein Meisterwerk aus Glas, das 1932 von einem renommierten Künstler aus Kriegszeiten geschaffen wurde Mario Sironi gegen 15 Uhr.
Zeugen sagten, Mitarbeiter des Ministeriums seien sofort zur Hilfe geeilt, bevor die Rettungskräfte ihn vor Ort behandelt hätten.
Er erlitt nur leichte Prellungen.
Der Politiker drückte später sein tiefes Bedauern über die Beschädigung des historischen Stücks aus und versicherte der Öffentlichkeit, dass es ihm ansonsten gut gehe.
Die zerbrochenen Tafeln gehören zu den berühmtesten Beispielen italienischer Kunst des 20. Jahrhunderts und erstrecken sich über die gesamte Wand der Haupttreppe des Ministeriums.
Romana Sironi, Enkelin des Künstlers und Verwalterin seines Archivs, drückte ihre Trauer über den Schaden aus, wünschte Cani aber auch eine baldige Genesung.
Sie drängte darauf, schnell mit den Restaurierungsarbeiten zu beginnen, um das Erbe ihres Großvaters zu schützen.
Der Piacentini-Vaccaro-Palast selbst ist ein Symbol für die politische und kulturelle Geschichte Italiens.
Es wurde zwischen 1928 und 1932 von den Architekten Marcello Piacentini und Giuseppe Vaccaro erbaut und beherbergte ursprünglich das Unternehmensministerium.
Im Laufe der Jahrzehnte hat es mehreren staatlichen Institutionen gedient, darunter dem Industrieministerium und dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung.
Seit 2022 ist es Sitz des Ministeriums für Geschäft und hergestellt in Italien.
Im Jahr 1932 beauftragte Unternehmensminister Giuseppe Bottai den Künstler Mario Sironi, La Carta del Lavoro zu schaffen.
Das Buntglasfenster wurde entworfen, um die Arbeitsreform von 1927 zu feiern, einen Eckpfeiler der faschistischen Ära Italiens.
Auf einer Fläche von rund 75 Quadratmetern war das unglaubliche Werk dem Kunsthandwerk gewidmet.
Das Fenster wurde 2014 einer umfassenden Restaurierung unterzogen, die von Acea finanziert wurde und zeitgleich mit einer großen Retrospektive im Complesso del Vittoriano stattfand.
Spezialisten setzten fortschrittliche Techniken ein, von Schwämmen und Harzinfiltration bis hin zu Beschichtungen auf Silikatbasis, um die ursprünglichen Farben wiederzubeleben und empfindliche Oberflächen zu stärken.

