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Chanel: Couture SS26 – 10 Magazin

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Chanel: Couture SS26 – 10 Magazin

Lass es Licht sein! Matthew Blazyist das Debüt Chanel Die Couture-Show verzichtete mit einer herrlich hauchdünnen Kollektion auf Schwere und überflüssige Dekoration. Der Eröffnungslook, ein klassischer Chanel-Rockanzug, wurde aus einem Hauch durchscheinenden Mousseline gefertigt. Die traditionelle Kette, die den Saum jeder Chanel-Jacke beschwert, war das Einzige, was sie davon abhielt, wegzuschweben. Sogar die sofort erkennbare, gesteppte Chanel-Überschlagtasche war aus transparentem Stoff.

„Ich wollte sehen, ob man, wenn man die üblichen Chanel-Signaturen – den Tweed, die juwelenbesetzten Knöpfe – entfernt, immer noch zu dieser Essenz gelangen kann“, sagte Blazy WWD und erklärte, wie er eine Reihe großartiger Ballkleider aus seiner Show herausgeschnitten hat, um sich besser auf die intimen und persönlichen Aspekte der Couture zu konzentrieren, wo alles einzigartig und nur für die Trägerin gemacht ist. Er sagte, er sei von Coco Chanel geleitet worden, die, als sie anfing, Kleidung herzustellen, das kreierte, was ihre Kunden für den Alltag wollten. Die Essenz von Chanel ist laut Blazy „Kleidung, die Frauen tatsächlich tragen.“

Und was für Klamotten! Schwerelos trotz der intensiven Handarbeit, mit der sie hergestellt wurden. Transparente Tweedjacken bestanden aus bestickten Fäden, ihre Säume und Manschetten waren mit zarten Naturperlen und kleinen Knöpfen mit Tiermotiven verziert. Was wie ein weißes Tanktop und verblasste Bluejeans aussah, war ein Meisterwerk des Trompe-l’oeil, mit transparentem Mousseline umgesetzt und bestickt, um das Aussehen und die Textur von Denim und Baumwolle zu erhalten. Ein schwarzes Etuikleid wurde mit einer schillernden Reihe von Juwelen getragen, die tatsächlich aus bestickten Perlen bestanden. Der Brautlook war zwar leger geschnitten (eine lockere Jacke über einem geraden Rock), war aber vollständig mit Perlmuttschuppen besetzt.

Eine bunte Truppe an Models jeden Alters lief über einen märchenhaften Laufsteg, der mit riesigen Pilzen und Vorhängen aus rosa Trauerweidenzweigen geschmückt war. Blazy forderte jede Frau auf, ihrem Look eine persönliche Note zu verleihen: eine Botschaft, ein Gedicht, eine Initiale. Ein Model bat darum, das Wort Freundlichkeit in ihr Outfit einzusticken.

Blazy wies die 19M-Handwerksateliers an, zu experimentieren. Sie waren verpflichtet. Einige Stücke begeisterten mit üppigen Stickereien und Federn, die vom Gefieder von Vögeln inspiriert waren, andere waren so umwerfend schlicht wie eine schmale schwarze Jacke und eine perfekt geschnittene Hose.

Sein Ansatz ist nicht ohne Risiko. Der Algorithmus belohnt üppiges Spektakel. Couturiers können sich hinter verschwenderischer Verzierung verstecken, aber Blazys Wunsch nach Reduktion liest sich wie ein Akt äußersten Vertrauens in seine Fähigkeit, mit Silhouetten umzugehen, und in seinen Auftrag bei Chanel.

Fotografie von Christina Fragkou.

chanel.com

Quelle

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