In den hohen Granitbergen der ägyptischen Sinai-Halbinsel leben die Jebaliya-Beduinen seit Jahrtausenden in enger Verbindung mit dem Land.
Rund um Saint Catherine, einer kleinen Stadt am Fuße des Gebirges, bilden enge Pässe, steile Bergrücken und versteckte Schluchten eine Landschaft, die die Jebaliya bestens kennen. Das Verständnis des Berges, von seinen Winden bis hin zu seinen jahreszeitlichen Rhythmen, wurde über Generationen weitergegeben und durch tägliche Praxis aufrechterhalten. Für die Jebaliya sind diese Berge ihre Heimat.
Diese Perspektive unterscheidet sich von der Art und Weise, wie raue Landschaften im globalen Norden oft als Orte für Ausdauersport und Abenteuerreisen dargestellt werden. Für Gemeinden im Sinai ist die Fortbewegung durch das Gelände auf Fähigkeiten angewiesen, die über Jahrhunderte hinweg verfeinert wurden. Sogar ihre Kleidung spiegelt eine andere Geschichte wider. Lange vor synthetischen Hochleistungsstoffen bot Baumwolle eine atmungsaktive, langlebige Reaktion auf Hitze und Bewegung.
In der diesjährigen Ausgabe von Tefnuteine jährliche Kollektions- und Kampagnenreihe der ägyptisch-kanadischen Modemarke KotnFilmemacher Hussein Mardini richtet seine Linse auf die Jebaliya, Er folgt Taher, einem jungen Beduinen, der in den Bergen des Südsinais aufgewachsen ist. Im Mittelpunkt des Films stehen seine Gemeinschaft und die Erfahrungen, die man braucht, um sich in diesem Gelände zurechtzufinden, und beleuchtet, wie das Überleben in dieser Gegend mit einem tiefen, vererbten Verständnis der Landschaft geschmiedet wird.
Dabei Tefnut präsentiert einen anderen Blick auf eine Landschaft, die oft als extrem beschrieben wird. Für die Jebaliya ist das Leben in den Bergen von Erinnerungen und einem Gefühl der Zugehörigkeit und Fürsorge geprägt, das über Generationen hinweg weitergegeben wird.



