VonAgenturen
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Bei einem hochkarätigen trilateralen Treffen am Donnerstag bekräftigten Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, zusammen mit Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und António Costa, Präsident des Europäischen Rates, eine sich vertiefende Partnerschaft, die von Vertrauen, Verlässlichkeit und gemeinsamen Zielen geprägt ist. „Es war in der Tat eine echte Ehre, gemeinsam den Vorsitz beim trilateralen Treffen der Staats- und Regierungschefs Südafrikas und der EU zu übernehmen.“ sagte Ramaphosa. „Wir haben diese Beziehung als eine reife Beziehung charakterisiert, eine Beziehung, die vorhersehbar, zuverlässig und auf Vertrauen basiert.“
Auf dem Gipfel wurde ein bahnbrechendes Abkommen unterzeichnet, das sich mit der Zukunft kritischer Mineralien befasst – Metalle, die für grüne Energie, digitale Technologie und Verteidigung unerlässlich sind – und das sicherstellen soll, dass sowohl Südafrika als auch die EU in der Wertschöpfungskette aufsteigen. Der Deal kommt zu einem Zeitpunkt zustande, zu dem die EU versucht, ihr Angebot weg von dominanten Quellen zu diversifizieren, und die Angst vor Störungen wächst.
Von der Leyen gab bekannt: „Heute haben wir drei neue Großprojekte unterzeichnet. … Wir investieren 350 Millionen Euro in die Modernisierung der südafrikanischen Infrastruktur sowohl im Transport- als auch im Energiebereich, und dazu gehört auch die Unterstützung der Dekarbonisierung von Transnet im Rahmen der Just Energy Transition Partnership.“
Wichtigste Prioritäten
- Südafrika wird nicht nur Rohstoffe fördern – das hat auch die Absicht verarbeiten sie im Inlandhöhere Wertschöpfung erzielen und lokale Arbeitsplätze unterstützen.
- Die EU wird saubere Energie- und Verkehrssysteme in Südafrika stärken und eine Partnerschaft im Rahmen ihrer Global Gateway-Investitionsstrategie stärken.
- Beide Seiten betonten die Verteidigung des Multilateralismus: Das Abkommen kommt inmitten der Unsicherheit über das Engagement der USA in globalen Foren und signalisiert die Absicht, kollaborative, regelbasierte Systeme aufrechtzuerhalten.
Warum das für Business Africa wichtig ist
Für Südafrika eröffnet der Pakt die Möglichkeit, seine wirtschaftliche Basis zu verbreitern, die lokale Verarbeitungsindustrie anzukurbeln und sich als strategische Drehscheibe in globalen Lieferketten zu positionieren. Für die EU sichert es den Zugang zu kritischen Inputs, die für den Übergang zu sauberen Technologien benötigt werden. Der Deal ist eine Blaupause für eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft – und geht über alte Spender-Empfänger-Modelle hinaus.
Wie Ramaphosa es ausdrückte: „Wir freuen uns sehr … einen Partner wie die EU zu haben, mit dem wir allein in diesem Jahr eine Vielzahl von Themen besprechen können.“
Das Abkommen stellt eine Konvergenz der Interessen dar: Afrikas Ambitionen zur Industrialisierung und die Dringlichkeit des Westens, sich Rohstoffe zu sichern – und schlägt ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa vor.


