Ein 9-jähriger Junge in Hagenbach, Frankreich, wurde nackt in einem Lieferwagen gefunden, nachdem sein Vater ihn angeblich fast zwei Jahre lang in dem Fahrzeug eingesperrt hatte.
Die französischen Behörden gaben bekannt, dass der Junge am 6. April zusammengerollt in „fötaler Position“ unter einer Decke auf einem Müllhaufen in der Nähe menschlicher Ausscheidungen gefunden wurde, so die örtliche Staatsanwaltschaft Nicolas Heitz. Der Junge wurde gefunden, nachdem ein Nachbar berichtet hatte, er habe „Geräusche eines Kindes“ aus dem Lieferwagen gehört, der in der Nähe ihres Hauses geparkt war.
Heitz sagte, dass der Junge stark unterernährt gewesen sei und nicht laufen konnte, als er gefunden wurde New York Post. Es wird angenommen, dass sein Vater ihn ab November 2024 in dem Fahrzeug eingesperrt hat.
Der Junge wurde ins Krankenhaus eingeliefert und die Behörden verhafteten den Vater. Bei seiner Festnahme behauptete der Vater, er habe das Kind eingesperrt, um es zu „schützen“, nachdem seine Partnerin den Jungen im Alter von sieben Jahren in eine psychiatrische Klinik schicken wollte.
Der Junge sagte den Ermittlern, er habe „große Schwierigkeiten“ mit dem Partner seines Vaters gehabt und glaube, dass sein Vater „keine andere Wahl“ habe, als ihn wegzusperren, so die Staatsanwaltschaft von Mulhouse.
Das Kind – das in der Vergangenheit keine psychiatrischen Probleme hatte – teilte den Behörden außerdem mit, dass es während seiner Gefangenschaft keinen Zugang zu Grundbedürfnissen gehabt habe und dass es seit 2024 nicht mehr geduscht habe.
Gegen den Vater werden nun vorläufige Anklagen wegen Entführung und anderer Straftaten erhoben und er befindet sich weiterhin in Polizeigewahrsam.
Heitz sagte, dass dem Partner des Mannes auch vorgeworfen wurde, er habe es unterlassen, einem Minderjährigen in Gefahr zu helfen. Die Partnerin behauptete jedoch, sie wisse nicht, dass das Kind im Transporter eingesperrt sei. Sie wurde inzwischen unter richterlicher Aufsicht freigelassen.
Die 10-jährige Tochter der Frau wurde angesichts des Vorfalls in die Obhut des Sozialdienstes gebracht, und auch die 12-jährige Schwester des Opfers wurde vom Sozialdienst betreut.
Die Ermittlungen in dieser Angelegenheit dauern noch an und die Behörden arbeiten daran herauszufinden, ob andere Personen von der Inhaftierung des Jungen wussten.
Die Staatsanwälte erklärten, dass Freunde und Familie des Jungen glaubten, er sei zum Zeitpunkt seiner Inhaftierung in einer psychiatrischen Einrichtung gewesen. In der Zwischenzeit wurde seinen Lehrern mitgeteilt, dass er an eine andere Schule gewechselt sei.
Es ist derzeit nicht klar, ob der Vater – dessen Identität nicht öffentlich bekannt gegeben wurde – im Hinblick auf seine Festnahme ein Plädoyer eingereicht oder einen Rechtsbeistand beauftragt hat. Die Staatsanwaltschaft von Mulhouse reagierte nicht sofort Uns wöchentlichBitte um Stellungnahme zu dem Fall.





