Start Nachrichten Coachella 2026: Die Indie-Minimalisten The xx kommen zurück, größer und frecher als...

Coachella 2026: Die Indie-Minimalisten The xx kommen zurück, größer und frecher als je zuvor

3
0
Coachella 2026: Die Indie-Minimalisten The xx kommen zurück, größer und frecher als je zuvor

Es ist acht Jahre her, dass The xx als Band zusammen auftraten, aber es fühlte sich ganz sicher nicht danach an, als das britische Trio am Freitag die Hauptbühne betrat.

Zum einen sind die Mitglieder nicht gerade verschwunden. Produzent/Schlagzeuger Jamie xx ist eine tragende Säule des Festivals und einer der anspruchsvollsten und überschwänglichsten DJs überhaupt. Romy Madley Croft wurde 2023 mit dem Club-Album „Mid Air“ zur Souveränin des sapphischen Nachtlebens, nach Sims eigenem minimalistischen, von Horror durchzogenen „Hideous Bastard“.

Die Songs der Band gehören zu den zeitlosesten ihrer Indie-Rock-Generation. Vorausschauend genug, um die Gitarren-Bass-Schlagzeug-Palette für den EDM-Boom neu zu erfinden; und dennoch krass und verliebt genug, um als Motown einer anderen Ära durchzugehen.

Dennoch gehörte ihre Rückkehr zu den meistbesuchten Auftritten des Festivals in diesem Jahr, ein Beweis dafür, wie gut sich ihr Katalog in dieser Hinsicht bewährt hat. Bei ihrem Debüt leiteten sie fast im Alleingang einen Wandel hin zu hyperintimem Kopfhörer-Pop ein – man kann sich kaum vorstellen, dass Billie Eilish ohne sie ganz genauso klingen würde.

Doch am Freitag verstärkten sie diese Reinheit mit dem Selbstvertrauen, der Prahlerei und der Präzision der altgedienten Rockbands, zu denen sie geworden sind.

Gekleidet in ihrer typischen komplett schwarzen Farbpalette, deren Gesichter mit zunehmendem Alter etwas ernster und gelassener wirkten, schwankte das Set zwischen den Schiffen-in-der-Nacht-Duetten von „Shelter“ und „VCR“ und dem After-Hour-Klang von Romys „Enjoy Your Life“. „On Hold“ vereinte am besten die beiden Welten der Band, voller Samples und doch rocklastig; „Angels“ blieb eine unvergleichliche Andachtsballade.

Es war eine süße Ironie, ihnen dabei zuzusehen, wie sie das Set mit „Intro“ beendeten, einem bescheidenen Instrumental-Jam von ihrem Debüt, der durch gut bezahlte kommerzielle Platzierungen zu ihrer Visitenkarte des Mainstream-Pops geworden ist. Es reißt immer noch. Sie haben es sogar in einen geräuschgestaffelten Breakdown verpackt, der sich wie echter Stadionrock anfühlte. Überlassen Sie es diesen dreien, für fast ein Jahrzehnt in die Düsternis eines Lagerhausclubs abzudriften, und kehren Sie als größere Rockstars und mit einer kraftvolleren Band als je zuvor zurück.

Quelle

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein