Vor ein paar Monaten, eine TV-Show kam im Gespräch zur Sprache, für die ich überhaupt keinen Bezugsrahmen hatte, was seltsam ist, da ich im Grunde meinen Lebensunterhalt mit Fernsehen verdiene. Ich gebe zu, dass die Sendung zu einer Zeit Premiere hatte, als ich bei einer bestimmten Art von Sendung ausgebrannt war Komödie – die Art, in der es um dysfunktionale 20-Jährige geht, die allein mit ahnungslosem Charme und aufgeblähtem Ego durchs Leben rennen.
Okay, das war eine harte Aussage. Aber das Hipster-Comedy-Subgenre, das uns Shows wie „Girls“ und „Easy“ bescherte, hat mich nie angesprochen. Diese Voreingenommenheit veranlasste mich, eine andere Show, die wie aus dem gleichen Holz geschnitzt wirkte, sofort abzuschreiben.
Naja, Ei auf meinem Gesicht. Das war es nicht.
Ich spreche vom Suchtrupp. Es hat getroffen Netflix (und meine Augäpfel) im Februar, und ich konnte seitdem nicht mehr aufhören, darüber nachzudenken. Tatsächlich komme ich vielleicht zu spät zur Party, aber ich denke, diese skurrile kleine Show ist die beste TV-Komödie, die ich seit Jahren gesehen habe. Ich fing an, mir die Serie anzuhören – die ursprünglich auf TBS ausgestrahlt wurde, bevor ich zu wechselte HBO Max für die dritte Staffel – und in weniger als einer Woche hatte ich die absurde Brillanz aller fünf Staffeln verschlungen.
Alia Shawkat, John Reynolds, Meredith Hagner und John Early spielen die Hauptrollen in Search Party.
Search Party in seiner Gesamtheit zu beschreiben, ohne Spoiler zu geben, ist eine Herausforderung. Lassen Sie uns also den Kern der ersten Staffel besprechen, der den Auftakt der ganzen Angelegenheit darstellt. Alia Shawkat spielt Dory, eine junge Brooklynerin, die mit der Richtung ihres Lebens unzufrieden ist und auf der Suche nach einem Sinn fest entschlossen ist, eine vermisste College-Freundin aufzuspüren.
Sie bittet ihren Freundeskreis, sie dabei zu begleiten Krimieinschließlich ihres Mann-Kind-Freundes Drew (John Reynolds), ihrer vakanten, aber liebenswerten Schauspielfreundin Portia (Meredith Hagner) und ihrem selbstgefälligen, aber äußerst fehlerhaften Freund Elliott (John Early). Die Kraft der Serie liegt vor allem in diesen vier Charakteren, die wie in Seinfeldsind irgendwie unsympathische Antihelden, für die das Publikum einfach mitfiebern kann.
Die Person, die sie aufspüren wollen, ist Chantal Witherbottom (Clare McNulty), jemand, den keiner von ihnen wirklich kennt. Doch Dory sieht sie auf einem Vermisstenplakat, an dem sie auf der Straße vorbeikommt, und beschließt inmitten des emotionalen Strudels ihres Lebens, dass dies der Zweck ist, den sie braucht, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Spoiler: Das ist nicht der Fall.
Clare McNulty spielt die Hauptrolle in Search Party.
Die Stärke der Serie liegt in ihrer scharfen Satire, dem beobachtenden Humor und der Besetzung. Ich kannte Shawkat bereits durch ihre Arbeit an „Arrested Development“, aber ihre Leistung als Dory hat mich ein paar Mal umgehauen. Sie verleiht ihrer Arbeit hier eine überraschende Tiefe emotionaler Resonanz, und mit jeder Staffel offenbart sich eine neue Ebene, die zeigt, dass ihr schauspielerisches Talent weit über ihre epischen Comedy-Fähigkeiten hinausgeht.
John Early ist ein weiterer herausragender Schauspieler. Ich kannte ihn vor dieser Serie nicht und sehnte mich nach mehr Elliott, wann immer die Serie von seiner Handlung abwich. Aber ehrlich gesagt liefert jeder auf dem Bildschirm solide Leistungen mit mühelosem Flair ab.
Im Verlauf der Staffel merkt man, dass „Search Party“ den Zeitgeist der Popkultur aufgegriffen hat, denn eine ganze Reihe bemerkenswerter Gaststars sind auf der Leinwand zu sehen, darunter Ron Livingston, Michael Showalter (der die Serie mitgestaltet hat), Rosie Perez, Christine Taylor, Parker Posey, Susan Sarandon, Jay Duplass, Cole Escola, Louie Anderson, Kathy Griffin, John Waters, Griffin Dunne und Jeff Goldblum.
Jeff Goldblum spielt die Hauptrolle in Search Party.
Unnötig zu erwähnen, dass die Reise von Dorys Suchtrupp in Staffel 1 kein gutes Ende nimmt und das Chaos, in dem sich die Gruppe von Freunden befindet, letztendlich die Richtung der nächsten vier Staffeln bestimmt – allerdings auf eine Weise, die man nie erwartet hätte. Es werden Verbrechen begangen und die Auswirkungen sind zu spüren, doch während die Handlungswelt mit jeder Staffel ausgefallener wird, bleibt die Komödie bestehen und verhindert, dass sich die emotionalen Einsätze jemals abstoßend anfühlen.
„Search Party“ beginnt als grüblerischer Krimi und erfindet sich mit jeder neuen Staffel auf unvorhersehbare Weise neu. Der Höhepunkt liegt in einer Schlussserie, die während der Pandemie debütierte und sich wie maßgeschneidert für das Pandemie-Publikum anfühlt – wo jede ausgefallene Idee und jedes Bild mit dem Ziel präsentiert wird, zu unterhalten, egal wie absurd die Dinge auch werden. Und schwupps, wird es wild?
Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass ich immer noch über Search Party nachdenke. Diese Serie lebte in den letzten paar Monaten mietfrei in meinem Kopf und ich bedauere, sie nicht gesehen zu haben, als sie vor einem Jahrzehnt Premiere hatte. Zehn Jahre später hat die Show immer noch großen Anklang, was ein starker Beweis dafür ist, dass sie ihrer Zeit voraus war. Wenn Sie mich fragen, ist es immer noch so.



