Ihr neues Plattenlabel hat es ihr ermöglicht, so viel kreative Kontrolle über ihr Schaffen zu behalten, wie sie möchte, wie die Reihe der Singles beweist, die sie im Vorfeld des Albums veröffentlichte. Nach diesem ersten Song veröffentlichte sie den flotteren Surf-Rock-Track „Cannibalism!“ als zweite Single. Doch damit nicht genug – sie veröffentlichte drei weitere Singles, eine besser als die andere: „Crank“, eine Erklärung ihres Partygirl-Lebens, untermalt von einem treibenden Bass und ihren charakteristischen cleveren Texten; „Dance…“, eine glitzernde, erhabene Anspielung auf ihre Dance-Pop-Ära; und „Old Technology“, eine lebhafte Ode an die Ästhetik, die das Projekt inspiriert hat. Die Singles bilden den klanglichen Grundstein für das, was die Fans erwarten können Wor$t Girl in Amerika Dabei geht es ihr weniger darum, sich ausschließlich auf die Klänge ihrer Teenagerjahre zu verlassen, sondern sie vielmehr als Sprungbrett zu nutzen, um ihren eigenen Sound weiter voranzutreiben.
„Ich wollte kein Album machen, das so aufdringlich ist wie ‚Das ist Tumblr-Vibes‘, weil ich das Gefühl habe, dass das in letzter Zeit etwas zu weit getrieben wird, wo die Leute sagen, sie würden ihre Musik als ‚Indie-Sleaze Tumblr‘ kategorisieren, und ich hasse den Begriff Indie-Sleaze“, sagt sie, während sie sich sichtlich bemüht, nicht aus ihrer Haut zu kriechen, als die Worte aus ihrem Mund kommen. Sie sagt, sie sei von der Social-Media-Plattform inspiriert worden und habe sich die Haare lila gefärbt, weil sie von der sanften Grunge-Ästhetik besessen sei. „Ich wollte diese Ära der Musik und der sozialen Medien irgendwie neu interpretieren, aber auf eine zukunftsweisende Art und Weise, die sich frisch, anders und modernisiert anfühlte“, fügt sie hinzu.
Slayyyter hat sich immer als „Internetbaby“ gesehen und war schon in jungen Jahren chronisch online. Ihre prägendste Internet-Erinnerung ist das Spielen mit Webkinz als Kind – den Tierplüschtieren, denen Codes beiliegen, um sie online zum Leben zu erwecken. Als Kind hat sie auch aufwändige Webcam-Fotoshootings zusammengestellt und diese online gestellt, was ihrer Meinung nach der Moment war, in dem ihr klar wurde, dass sie es liebte, Bilder für das Internet zu machen. Die Popmusikerin hat diese Leidenschaft in die Ästhetik jedes ihrer Alben einfließen lassen. Zuletzt übernahm sie die Regie für die Musikvideos dieser neuesten Singleserie, unter anderem als Co-Regisseurin des Videos „Beat Up Chanels“. „Bei diesen Videos Regie zu führen und meine Ziele so präzise umzusetzen, war für mich auf eine Art und Weise kreativ erfüllend, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe“, sagt sie. „Es ist meine Vision, völlig unerschlossen und kompromisslos.“
Es ist klar, dass sie sich bei diesem neuen Projekt nicht nur kreativ, sondern auch stimmlich anstrengt. Fans sollten auf die Lautstärke ihrer Kopfhörer achten, wenn sie Songs wie „Yes Goddd“, „$t. Loser“ und „I’m Indeed Kind of Famous“ hören, denn sie testet nicht nur die Grenzen ihrer Stimme, sondern die Produktion dreht den Regler auf 100. Die Zuhörer werden von einer Collage aus berauschend lauten Synthesizern und Gesang umhüllt. Als sie im Studio an diesen drei Songs arbeitete, erzählte sie, dass sie in ihre eigene Angst hineingegriffen und das herausgeholt habe, was sie gefunden habe. „Es entstand alles aus einem natürlichen Grund heraus, was mein Gesang tut, wenn ich schreie, oder wo ich dazu neige, Melodien oder eine Rap-Strophe zu spielen, aber ‚Yes Goddd‘ ist definitiv ein verrückter Song“, sagt sie.
Die Fans von Slayyyter brennen auf jeden Fall darauf, diese Songs live zu hören, und bevor das Album herauskam, gab sie eine Reihe von Terminen für die „Wor$t Girl in the World Tour“ bekannt, deren Shows im September in Vancouver beginnen und am 5. November in London enden. Zusätzlich zu ihren Headliner-Terminen ist sie auch auf Festivals unterwegs und soll beim Coachella, Governor’s Ball, Lollapalooza und dem Neon Skies Music Festival auftreten. Slayyyter freut sich darauf, wieder auf die Bühne zu kommen, insbesondere mit diesem neuen Material.



