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Tolu Coker: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

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Tolu Coker: Ready-To-Wear AW26 – 10 Magazin

Seine Königliche Hoheit Karl III., der König, eröffnete sein Programm für die London Fashion Week mit einem Platz in der ersten Reihe Tolu Cokerist die AW26-Show, die dem Raum eine prägnante, vorwegnehmende Energie verleiht. „Bitte stehen Sie für Seine Majestät, den König“, befahl eine Stimme über dem Tannoy. Und da standen wir da, reckten den Hals, um einen guten Blick darauf zu werfen, und hielten die Handykameras gezückt. Doch sobald das Licht anging, verlagerte sich der Fokus auf ein Bühnenbild, das die brutalistische Sprache der Londoner Innenstadt in etwas Wärmeres verwandelte: Betontexturen und Zäune, die ein Wandgemälde umrahmten Neequaye Dreph Dsanegezeichnet aus Familienfotos im Archiv von Cokers verstorbenem Vater.

Die Show mit dem Titel Survivor’s Remorse, die den verlorenen Lieben Remi Coker und Kayode Coker gewidmet ist, wurde eröffnet mit Kleiner Simz Sie trat für einen Live-Auftritt aus der ersten Reihe hervor, ihre Darbietung war maßvoll und anspruchsvoll. Mitten im Set ging sie zu einem Model, das auf einer erhöhten Plattform vor einer Live-Band saß Die Komponisten und platzierte eine Kopie davon Alles über Liebe durch Glockenhaken in ihren Händen, der Austausch absichtlich und unzeremoniell. Simz beendete ihre letzten Takte, die Band hielt das Tempo und der erste Blick entstand.

Die Schneiderkunst prägte die Kollektion. Die Jacken waren in der Taille mit einem Korsett versehen und hatten entspannte Schultern. Falten- und Volantröcke gleichen Disziplin mit Weichheit aus. Britische Schottenmuster erschienen in einer lebendigen Palette und stellten die Yoruba-Farbsprache dem europäischen Savoir-faire gegenüber, um die doppelte Identität zu erkunden. Kapuzensilhouetten und sportliche Leichtigkeit treffen auf geformte, anatomische Korsetts – eine Garderobe, die zwischen den Welten verhandelt.

Nachhaltigkeit fungierte als Struktur, nicht als Slogan: Britische Wolle, recyceltes Leder, Denim aus Restbeständen und wiedergewonnener Satin bestärkten Coker in seinem Glauben an Kleidung als Erbstück.

Als Abschluss ihrer NewGen-Saison war dies Cokers persönlichster Ausflug. Nachdem sie zuvor andere Stimmen in den Mittelpunkt gestellt hatte, wandte sie sich nach innen und definierte die Kindheit nicht mehr als etwas, dem man entfliehen konnte, sondern als einen Brutkasten, der sie formte und stützte – eine deutliche Herausforderung für den Mythos, „es rauszufinden“ als einziger Wertmaßstab. Vor „The King“ lieferte sie eine prägnante, sichere und emotional gelöste Sammlung ab – das Überleben wunderbar dargestellt.

Fotografie von Christina Fragkou.

tolucoker.com



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