Tanzen war für Jacob Jonas nie etwas, dem er nach Ruhm oder Anerkennung streben wollte. Es war von Anfang an ein Heilmittel. Durch das, was er als somatische Praxis beschreibt, hat der Tanz es Jonas ermöglicht, das freizusetzen, was in seinem Körper gespeichert ist, ein Ansatz, der sich nach dem Überleben einer Krebserkrankung vertiefte. Während er im Krankenhaus war, lauschte er den Geräuschen der Natur – Regenfällen, Meeresgezeiten und Wäldern –, um ihn in einen meditativen Zustand zu versetzen.
Jetzt bringt er mit seiner gemeinnützigen Tanzorganisation Jacob Jonas The Company die gleiche Grundlage in seine Choreografie ein. Somatische Bewegungen werden zu perkussiven Schlägen, die die Regen- und Waldgeräusche widerspiegeln sollen, die er während der Behandlung hörte. Das Ergebnis ist eine Sinneslandschaft, die Tänzern und Publikum ihre eigenen Momente der Entspannung und Gefühle der Gelassenheit bietet.
Für Jonas war Tanz ein Weg zur körperlichen Heilung. Und wenn unser Körper untrennbar mit der Erde verbunden ist und deren Rhythmen und Widerstandsfähigkeit widerspiegelt, dann ist die Pflege unseres Körpers vielleicht auch eine Möglichkeit, unsere Beziehung zum Planeten zu pflegen.
Diese Fotos, die Clara Balzary von Tänzern von Jacob Jonas The Company aufgenommen hat, erschienen erstmals in Atmos Band 12: Bestäubern. Die Bilder zeichnen den Fluss zwischen Körper und Natur nach. Unten setzt sich Jonas mit Atmosphäre um über Bewegung, Krankheit und die natürlichen Kräfte zu sprechen, die uns bei der Heilung helfen.


